Ausstellung zum Geburtstag der Kulturmühle: Objekte und Skulpturen aus dem Feuer

Hände finden eigenen Weg

Engagiertes Quartett: von links Barbara Engel, Kristina Wenderoth, Irene Wiegand-Wollenhaupt und Ulrike Hawelka. Foto: Grenzebach

Beiseförth. 15 Jahre Kulturarbeit in Beiseförth, das gelang dank der engagierten Beiseförtherin Barbara Engel und vielen ehrenamtlichen Helfern. Anlass genug, fand die Keramikgruppe der Kunst- und Kulturmühle Beiseförth, die Arbeiten der letzten Jahre in der Mühle auszustellen.

Die Ausstellung trägt den Titel „Objekte und Skulpturen aus dem Feuer“ und präsentiert der Öffentlichkeit Arbeiten, die in der Mühle entstanden sind. Unter der Leitung von Ulrike Hawelka (Spangenberg), die seit 2003 Keramikkurse in der Mühle anbietet, hauchen die Keramikschüler dem Ton Leben ein.

Die Kursleiterin experimentiert seit über 20 Jahren mit Ton und greift auf einen großen Erfahrungsschatz zurück. Kristina Wenderoth und Irene Wiegand-Wollenhaupt sind zwei Keramikkurs-Teilnehmerinnen, die von Anfang an mit Begeisterung dabei waren.

Neue Brenntechniken

„Neben dem Malen ist eines meiner Hobbies der Umgang mit Keramik“, erzählt Irene Wiegand-Wollenhaupt. Seit Jahren besucht sie regelmäßig die Kurse, die in der Kunst- und Kulturmühle angeboten werden. „Der Reiz liegt darin, neue Brenntechniken zu erlernen“, erzählt sie. Obwohl in den Kursen die Themen vorgegeben sind, wie „Dick und Dünn“, „Paarweise“ oder auch „Torso“, gehen plötzlich Hände und Kopf eigene Wege mit dem Material, erzählt sie. Auch Kristina Wenderoth bestätigt die Eigendynamik des künstlerischen Prozesses: „Ich finde es spannend, eine Idee oder Vorstellung zum Thema im Kopf zu haben. Aber während des Arbeitens entsteht dann plötzlich etwas ganz anderes.“

Kreativität

So werkeln die kreativen Damen in der Mühle mit ihren Händen, bearbeiten mit Spachtel, Schlagholz, Modellierholz und Messer den Ton und lassen ihrer Kreativität freien Lauf.

Ist ein Tonobjekt fertig, steht der erste Brand an, der so genannte Schrühbrand. Weitere verschiedene Brenntechniken wie der Raku- oder der Rauchbrand finden teilweise als Exkursionskurse in der Werkstatt der Kursleiterin zu Hause statt.

In der nächsten Ausstellung (siehe links unten) präsentieren die kreativen Frauen Rakuschalen und einen Teil ihrer Arbeiten der vergangenen Jahre mit Titeln wie „Dicke Engel“ und „Meerjungfrauen mit fliegenden Fischen“, ein Schiff, kleine Köpfe und Masken, daneben Fotos der Objekte der Grafik-Designerin Christina Grenzebach. (ycg)

Von Christina Grenzebach

Quelle: HNA

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