Wohnmobilpark soll Ende April kommenden Jahres im Urbachtal eröffnet werden

Ein Hafen mitten im Knüll

Baustelle: Dorothee und Klaus Hünerkopf investieren 350 000 Euro in einen Wohnmobilhafen im Urbachweg. Foto:  Rose

Neukirchen. Am Urbachweg in Neukirchen haben die Bauarbeiten für einen Wohnmobilhafen begonnen: Klaus Hünerkopf plant das Projekt seit vier Jahren. Mit dem 13 000 Quadratmeter großen Areal habe er nun das passende Grundstück gefunden, erklärte Hünerkopf.

Im April hatte die Stadtverordnetenversammlung Neukirchen grünes Licht für den Abschluss eines städtebaulichen Vertrages gegeben. Seinerzeit stimmten die Parlamentarier einer Sanierung des Urbachweges zu, die Kosten trägt der Unternehmer.

49 Stellplätze

Entstehen werden auf dem angrenzenden Grundstück 49 Stellplätze sowie eine Rezeption mit Jausenstation, Waschhaus, Kinderspielbereich und einem Ruheraum. Auch eine spezielle Grillstation sowie eine Auslauffläche für Hunde seien in Planung, erklärt der Unternehmer, der seit zehn Jahren auf den hochwertigen Innenausbau von Wohnmobilen spezialisiert ist. Eine E-Bike-Station und regelmäßige Veranstaltungen sollen Reisende in den Knüll locken.

„In Deutschland gibt es 450 000 Reisemobile, aber nur etwa 5000 ausgewiesene Stellplätze“, erklärt Hünerkopf. Jährlich würden 24 000 neue Mobile zugelassen.

„Reisen mit dem Wohnmobil ist gefragt. Und die Anbindung an die Stadt ist auf diesem Platz optimal. Restaurants und Supermärkte sind um die Ecke“, ist der Investor überzeugt. Die Zufahrt zum Platz werde über die Schwarzenbörner Straße erfolgen. Eröffnet werden soll das Areal am 30. April kommenden Jahres.

Der Platz werde bereits beworben und sei in die neuen Reiseführer aufgenommen. Aktuell sind Bauarbeiter mit dem Abtragen des Mutterbodens beschäftigt. „Danach wird die Fläche mit Schotter aufgebaut, so dass am Ende ein Schotter-Rasen entsteht“, erklärt Hünerkopf. Die Stellplätze würden nur angedeutet, der Platz parkähnlich gestaltet.

Investieren wird der Unternehmer 350 000 Euro. Hiervon sind 150 000 Euro für die Befestigung geplant, das Gebäude schlägt mit 200 000 Euro zu Buche. Für die Sanierung der Straße sind weitere 30 000 Euro veranschlagt. Dass der Platz angenommen wird, davon ist Hünerkopf überzeugt. Die nächst größeren Plätze lägen in Winterberg, Rotenburg, Eschwege und am Edersee. Die Rezeption werde wohl morgens und abends besetzt sein, erklärt der Unternehmer.

Bürgermeister Klemens Olbrich ist überzeugt, dass die Investition den Tourismus in der Stadt nach vorn bringt: „Die Gastronomie wird profitieren.“ Klaus Hünerkopf hat sich ein Ziel gesteckt: „6000 Übernachtungen im Jahr wären eine gute Zahl.“ (zsr)

Quelle: HNA

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