Bad Zwesten will Stellplatz für Wohnmobile bauen

Mobiler Wohlfühlfaktor: Wie auf dem Bild sollen in Bad Zwesten Wohnmobilisten bald einen ausgebauten Stellplatz anfahren können, der mit Strom und Frischwasser versorgt wird. Foto: dpa 

Bad Zwesten. Mit dem Tourismus in Bad Zwesten muss es voran gehen. Darüber waren sich die Mitglieder der Gemeindevertretung am Donnerstagabend einig. Mit dem Bau eines Wohnmobilhafens soll jetzt ein Schritt in diese Richtung gemacht werden.

Ein entsprechender Beschluss wurde von der Gemeindevertretung verabschiedet.

Der Stellplatz soll direkt am Kurhaus eingerichtet werden. Laut Planungsunterlagen finden dort acht Fahrzeuge Platz. Strom- und Trinkwasserversorgung sowie die Möglichkeit zur Entleerung von Camping-Toiletten soll es ebenfalls geben. Kosten wird das Ganze voraussichtlich 40 000 Euro.

Der Bau soll über das Förderprogramm Stadtumbau West teilfinanziert werden. „Die Chancen für eine Förderung stehen nicht schlecht“, sagte Bürgermeister Michael Köhler. Wahrscheinlich sei, dass 70 Prozent der Baukosten gefördert würden, damit müsste die Gemeinde noch 12 000 Euro aufbringen.

Eine Investition, die sich lohnen wird, da ist sich Köhler sicher. „Wir haben darüber bereits mit einem Sachverständigen gesprochen“, erklärte er. „Er geht von etwa 2000 zusätzlichen Übernachtungen von Wohnmobilisten aus.“ Dafür müsse jedoch auch etwas geboten werden. Wichtig sei, dass der Stellplatz in der Nähe des Zentrums liege. „Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, der legt Wert auf kurze Wege“, sagte Köhler.

Vera Baumgardt von den Grünen verwies auf positive Beispiele in der Region. „Ich bin vor ein paar Tagen am Stellplatz in Bad Wildungen vorbeigekommen, da standen schon jetzt fünf Wagen“, sagte sie. Der Stellplatz müsse als Einstieg gesehen werden, dem dann noch weitere Investitionen im Bereich Tourismus folgen müssten.

Nur mit Förderung

„Wir stehen einem solchen Stellplatz generell positiv gegenüber“, sagte Christina Philippi von der SPD. „Aber im Beschluss muss klar geregelt sein, dass der Bau nur mit einer Förderung umgesetzt wird.“ Allein könne die Gemeinde die Kosten nicht stemmen, sagte Philippi. Hans-Peter Ziegler (CDU) stimmte zu. „Wir legen Wert darauf, dass überhaupt mal etwas passiert, damit die Leute sehen, dass es im Tourismus weiter geht.“ Eine konkrete Förderungshöhe solle daher im Beschluss nicht festgelegt werden. „Kosten sind immer da“, stellte Reinhold Theis (FWG) fest. „Aber es lohnt sich eben auch. Lasst uns das machen.“

Von Moritz Schäfer

Quelle: HNA

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