Der Anbau der Homberger THS ist frisch saniert - Gestern war Einweihung

Es hagelte gute Noten

Ein guter Grund, fröhlich zu sein: Die Bauarbeiten an der Homberger THS sind abgeschlossen. Rektor Dr. Ralf Weskamp und sein Stellvertreter Herbert Grimme (von links), Landrat Frank-Martin Neupärtl, Mathelehrer Karl Hellweg, Einrichtungsplanerin Petra Schinzel, Gabriele Baar vom Kreis, Architekt Daniel Spies, Hausverwalter Reinhard Ganß und Eva-Maria Orth von der Kreisverwaltung freuten sich mit. Fotos:  Brandau

Homberg. Das ist wahre Begeisterung: Er würde sich vor Freude am liebsten so schnell drehen wie ein Elektron in einer Teslaspule (Transformator), sagte Dr. Martin Holfeld. Der Chemielehrer der THS verteilte bei der Einweihungsfeier gestern überschwängliches Lob für den sanierten Anbau seiner Schule. Darin zu arbeiten und zu lernen, das sei der Himmel auf Erden.

Ob das alle THS-Schüler so sehen, ist fraglich, Fakt aber ist, dass der frisch renovierte naturwissenschaftliche Teil der THS sich nun farbenfroh, modern, lärmgeschützt und gut durchdacht präsentiert.

Langer steiniger Weg

Der Weg dahin war lang und steinig. Ein Jahr lang wurden die naturwissenschaftlichen Fächer in Containern auf dem Sportplatz unterrichtet. Das sei ein wenig wie bei der RTL-II-Serie „Big Brother“ gewesen, sagte Holfeld, doch habe der Behelf gut funktioniert. Dazu habe auch die sehr kollegiale Unterstützung der Erich-Kästner-Schule beigetragen, sagte THS-Direktor Dr. Ralf Weskamp: Die hatte den Chemieschülern Asyl gewährt und einen Fachraum bereit gestellt.

Überhaupt sei der Umbau wesentlich leichtfüßiger daher gekommen als im Vorfeld befürchtet, sagte Weskamp. Die Handwerker hätten vor allem in den Ferien gelärmt, es habe kaum Beeinträchtigungen des Unterrichts gegeben. Er lobte für diese gute Planung Architekt Daniel Spies.

Der erzählte von seinem ersten Eindruck: Der Anbau habe sich labyrinthisch, verwinkelt und zugestellt gezeigt. Diese Zeiten sind nun vorbei. Die Flure sind breit und übersichtlich, bunte Farben geben Orientierung, statt Neonröhren erstrahlen Wandlampen, die Fachräume sind neu gestaltet – inklusive neuer Akustik, die besseres Lernen ermöglicht.

Besseres Lernen und zugleich besseres Spielen erlaubt der neue Musiksaal. Das Schulorchester zeigte gestern, wie es klingt, wenn gute Musiker in einer guten Raumakustik loslegen: Sie schmetterten die Titelmelodie der James-Bond-Filme in einer solchen Klangdichte, dass es die Zuhörer geradezu an die Wand presste.

Man kann’s nicht anders sagen: Diese Sanierung kann sich wirklich nicht nur sehen, sondern auch hören lassen.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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