Rasse: Meraner

Vermutlich gefangen: Hahn Gustav wird seit einer Woche vermisst

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Vermissen alle Gustav: Carmen Rothauge mit einigen der Hühner , die noch auf dem Terrain leben.

Homberg. Peter Steinbach ist traurig, wenn er über das Terrain unterhalb des Homberger Bahnhofs schaut, wo er lebt. Der 54-Jährige vermisst seinen Hahn Gustav. Vor knapp einer Woche verschwand das Tier der Rasse Meraner plötzlich.

Am Freitagnachmittag saß er nicht wie üblich auf seinem Platz, wie der Besitzer erst jetzt mitteilte.

Zwei Jahre lebte Gustav friedlich mit seinen Hennen. Eine davon, Olga, verschwand mit Gustav am Freitag. Steinbach kann gar nicht fassen, was passiert ist. Er vermutet, dass die Tiere gefangen wurden, vielleicht, weil sie Anwohner gestört haben. Er vermutet, dass der Hahn mit einem Netz gefangen wurde, denn er sei nicht einfach so zu fassen.

Hinweise darauf, dass Hahn und Henne angefahren wurden, habe er nicht gefunden. „Ich habe alles abgesucht.“ Passanten hätten die freilaufenden Hühner beim Vorbeifahren in der Bahnhofsstraße beobachtet und sich gewundert, dass sie nicht auf die Straße liefen, weil das Gelände nicht eingezäunt ist. „Die Hühner haben das Rasengrundstück nie verlassen“, sagt auch Steinbach.

Er glaubt nicht, dass der Hahn gefangen wurde, weil er zu laut war oder zu oft krähte, und daher die Nachbarn störte. In unmittelbarer Nähe werden ebenfalls Hühner gehalten, darunter ist auch ein Hahn. „Die beiden haben sich beim Krähen abgewechselt, “ sagt er. Einige Anwohner hätten sich allerdings über den Dreck beschwert, den die Hühner auf dem angrenzenden Grundstück hinterließen. 

Der Tierfreund hat sich die Hühner vor zwei Jahren vor allem zur eigenen Freude angeschafft. Diese Freude teilen auch seine Nachbarn Winfried und Carmen Rothauge. Sie hatten Spaß mit den frei laufenden Hühnern auf dem gemeinsamen Terrain, fütterten sie und freuten sich über die an Weihnachten geborenen zwei Küken.

Winfried Rothauge (80) ist erbost. „Wer macht so etwas und nimmt anderen die Freude? Das sind doch alles Gottes Geschöpfe.“ Seine Frau Carmen (65) kümmert sich mit um die Hühner, füttert sie und holt auch die Eier. Und sie hat auch ab und zu das Terrain vom Hühnerkot befreit.

Steinbach habe nach dem Winter einen Hühnerstall mit Freigehege bauen wollen. Ich wollte aber erst anfangen, wenn es Frühling ist.“ Das bereut er jetzt. Anzeige will er allerdings nicht erstatten. „Was soll das bringen?“

Quelle: HNA

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