A-Cappella-Gruppe Unduzo eröffnete in Elbenberg die Kultursommer-Konzertreihe

„Halbkünstler“ mit Humor

Künstlerischer Hochgenuss: Die A-Cappella-Gruppe Unduzo eröffnete im von Buttlarschen Gutshof in Elbenberg die Konzertreihe des Kultursommers Nordhessen. Foto: zih

Elbenberg. „Ich wusste nicht, auf was ich mich da eingelassen habe. Aber das, was die fünf Jungens in ihrer Gratwanderung zwischen Sing und Unsing musikalisch hinzauberten, das war absolute künstlerische Perfektion, einfach super.“

Das sagte Horst Fröhlich vom Cafe Friedrichstein am Hohen Dörnberg als einer von mehr als 150 begeisterten Besuchern am Dienstagabend im von Buttlarschen Gutshof im Naumburger Stadtteil Elbenberg. Dort gastierte das seit drei Jahren bestehende A-Cappella-Quintett Unduzo aus Freiburg.

Die Musiker haben sich inzwischen nicht nur zu einer festen Größe der quicklebendigen deutschen Vokalszene entwickelt und etabliert – mit ihrem Gastspiel haben sie das Konzertprogramm des diesjährigen Kultursommers Nordhessen (insgesamt 95 Veranstaltungen an 62 Orten) eröffnet. Die Begeisterung des Publikums konnte auch der nach der Pause einsetzende Regen nicht trüben. Diesbezüglich hatten die Verantwortlichen auch vorgesorgt. Die Bühne und der größte Teil der Bestuhlung waren im Scheunenteil platziert.

Album am April zu kaufen

Unduzo, bestehend aus Till Schumann, Patrick Heil, Cornelius Mack, Julian Knörzer und Richard Leisegang, präsentierten sich mit ihrem neuen Programm „Halbkünstler.“ Mit der Eingangsempfehlung an die Besucher, „sehen sie der Wahrheit ins Auge“, dieses schon auf den Wunschzettel für das kommende Weihnachtsfest als Gutschein zu notieren. Denn im Handel erhältlich auf einem Tonträger ist „Halbkünstler“ erst ab April 2013.

Alltagssituationen

Dieser grenzwertige Nonsens zog sich durch das gesamte Unduzo-Programm wie der sprichwörtliche rote Faden. In ihren humorvollen Stücken und Geschichten über Alltagssituationen sowie aus dem prallen Leben und von Menschentypen – immer abwegig, augenzwinkernd und mit Worten spielend im Feinschliff auf den Punkt genau portioniert und seziert – kitzelten die Fünf nicht nur immer wieder die Lachmuskeln ihrer Zuhörer, sondern animierten diese auch zum Nachdenken und natürlich Mitsingen.

„Denn“, so Bassist Richard Leisegang, „ein Halbkünstler ist ein Menschentyp, der ein bisschen in jedem von uns steckt. Da ist noch was drin, da geht noch was.“ Das nahmen sich die A-Cappella-Künstler, die unter anderem mit real klingenden Imitationen von Alltagsgeräuschen ihre Fans verblüfften und in Verzückung versetzten, selbst zu Herzen: Es gab mehrere Zugaben. (zih)

Quelle: HNA

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