Extrem hitzebeständig

Neuer Helmtyp für Feuerwehren: Halbschale kaum gefragt

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Feuerwehrhelme im Wandel der Zeit: Das Feuerwehrmuseum Altmorschen bietet eine umfangreiche Helmsammlung. Unser Bild zeigt Karlheinz Meyer mit einem der Exponate.

Kreisteil Melsungen. Wie die Stadt Vellmar bei Kassel setzen einige nordhessische Kommunen derzeit bei der Ausstattung ihrer Feuerwehren auf einen neuen Helmtyp: einen extrem hitzebeständigen Halbschalenhelm aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

Im Kreisteil Melsungen steht das Modell bislang nicht auf der Bestell-Liste, heißt es in den Rathäusern.

In Guxhagen beispielsweise haben die Brandschützer 160 Helme, berichtet Büroleiter Frank Jacob. Derzeit sei allein aus Kostengründen an Ersatzbeschaffungen nicht zu denken. Der Helmbestand entspreche der Din-Norm. Das hitzebeständige Modell der Firma Rosenbauer sei ohnehin nur ein Typ von vielen guten Helmen diverser Anbieter.

Das weiß auch Dirk Schenk, Feuerwehrsachbearbeiter der Stadt Spangenberg: „Wenn wir neue Helme beschaffen, kaufen wir den Kunststoffhelm PF 112, der uns etwa 100 Euro pro Stück kostet.“

Zum Vergleich: Der hitzebeständige und leichte Halbschalenhelm kostet rund 230 Euro pro Stück. Das ist etwa dreimal so viel wie bislang für gängige Alu-Helme hinzulegen waren. Da haben beispielsweise in Felsberg andere Dinge für den Brandschutz Vorrang, erklärte der dortige Stadtbrandinspektor Klaus Siemon. Ähnlich sieht es im Rathaus Melsungen aus, das in seinen Bestandsverzeichnissen 192 Helme führt. Und auch Oliver Garde, Gemeindebrandinspektor in Malsfeld, sagt: „Wir haben jetzt vordringlich die Beschaffung eines Nachschubfahrzeuges und vor allem das neue Malsfelder Feuerwehrhaus im Fokus.

Und im Körler Rathaus heißt es: Unsere Feuerwehren benutzen weiter die alten, normgerechten Alu-Helme. Allerdings haben wir auch schon Kunststoffhelme beschafft, die allerdings nach zwölf Jahren wieder ausgemustert werden müssen, erklärte Bürgermeister Mario Gerhold.

Solange der Helm-Bestand noch der Din-Norm und den Unfallverhütungsvorschriften entspreche, denke man nicht an einen Austausch, erklärte der Morschener Gemeindebrandinspektor Volker Limpert. (lgr/zot)

Quelle: HNA

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