Hallenbad Neukirchen: Knappe Mehrheit kippt die Vollsanierung

Minimalkur fürs Hallenbad: Eva Diehl und Alina Steinbach (Neukirchen, 13)

Neukirchen. Nach jahrelanger Diskussion hat sich das Parlament Neukirchen am Donnerstagabend mit knapper Mehrheit für eine Minimallösung für das Hallenbad entschieden. Die umfassende Instandsetzung ist damit vom Tisch.

In namentlicher Abstimmung votierten 15 Stadtverordnete gegen die sogenannte Vollsanierung des Bades, die 1,1 Millionen Euro gekostet hätte. Nur 14 Stadtparlamentarier waren dafür.

Nach einer Sitzungsunterbrechung wurde über ein 200.000-Euro-Paket lediglich für akut notwendige Reparaturen abgestimmt: Hier votierten 17 Stadtverordnete mit Ja, fünf stimmten dagegen, sieben enthielten sich der Stimme.

Sehr viele Zuschauer, darunter viele Kinder und Jugendliche der Stadt, verfolgten die Entscheidung im Sitzungssaal. Etliche Stühle waren zusätzlich herbeigeholt worden, viele hatten dennoch bloß einen Stehplatz.

In mehreren ausführlichen Redebeiträgen warben Sprecher der Fraktionen zum Teil sehr emotional für ihre favorisierte Variante. Nach dem Aus für die umfassende Wiederherstellung des 28 Jahre alten Bades verließen viele Zuhörer enttäuscht den Saal.

Das Land Hessen hatte 2009 eine 30-prozentige Beteiligung zugesagt, allerdings nur für eine Vollsanierung. Die Annahme des Bewilligungsbescheides muss die Stadt nun zurückweisen. (aqu)

Quelle: HNA

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