Martha und Wilhelm Puchta meistern seit 65 Jahren ihr Leben gemeinsam

Sie halten eisern zusammen

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Feiern heute Eiserne Hochzeit: Martha und Wilhelm Puchta.

Röhrenfurth. „Harmonie braucht der Mensch. Und mit etwas Humor lebt es sich leichter.“ Das haben Wilhelm und Martha Puchta für sich entdeckt und zu ihrem Lebensmotto gemacht. Seit 65 Jahren meistern die beiden ihr gemeinsames Leben: Heute feiern sie mit Familie und Freunden ihre Eiserne Hochzeit.

Martha Puchta, geborene Schanze, wurde 1928 in Röhrenfurth als Älteste von sieben Geschwistern geboren. Bis heute wohnt sie mit ihrem Mann in ihrem Elternhaus. Da ihre Familie Land besaß, half sie nach der Schule ihrer Mutter mit der Bewirtschaftung. Ein Jahr später begann sie in der Melsunger Medikamentenfabrik Uzara, in der sie arbeitete, bis sie 1948 mit ihrem Mann ihre Familie gründete und sich um ihre beiden Kinder und den Haushalt kümmerte.

„Ich habe immer gern gestrickt und genäht und repariere auch heute noch gern für Freunde und Familie Kleiderstücke“, erzählte Martha Puchta. Kaum ausgesprochen, reckte auch schon Wilhelm Puchta seinen Fuß in die Luft und präsentierte stolz die selbstgestrickten Socken seiner Frau. In ihrer Jugend spielte Martha einige Jahre Handball. „Damals war man nie allein, sondern immer in großen Gruppen“, sagt Martha Puchta. So lernte sie auch ihren Mann kennen.

Fuß fassen

Wilhelm Puchta ist Sudetendeutscher und wurde 1927 im heutigen Tschechien geboren. Er erlernte den Beruf des Schlossers, wurde jedoch bald darauf in den Krieg eingezogen. „Ich versuchte jedoch immer meinem Beruf treu zu bleiben“, erzählte der 85-Jährige. Bis 1945 war er in Berlin stationiert, danach zog er vorerst zu seiner Tante nach Waldmünchen. „Von dort aus gab es ein Hin und Her über die Grenze in seine Heimat“, erinnert sich Martha Puchta an Erzählungen ihres Mannes, der in verschiedenen Städten Arbeit suchte, bis er in Röhrenfurth Fuß fasste, wo seine beiden Schwestern wohnten. Anfangs arbeitete er einige Jahre in Guxhagen als Schlosser, danach bekam er eine Anstellung in Kassel bei der Firma Hentschker, wo er bis zu seiner Rente blieb.

Zeit mit Freunden und Familie

Heute verbringt das Ehepaar seine Zeit gern mit Freunden und der Familie. Ihre beiden Kinder Wolfgang Puchta und Margarethe Geiser schenkten ihnen drei Enkel, die drei Kinder bekamen. „Alle verstehen sich gut, da gibt es keinen Streit, auch nicht unter den Nachbarn“, freut sich Wilhelm Puchta, für den Harmonie schon immer der wichtigste Pfeiler im Leben war. „Doch gehören kleine Neckereien schon dazu, andernfalls wird es ja langweilig“, sagt der 85-Jährige mit einem Augenzwinkern. (zns)

Quelle: HNA

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