Menschen vor Gericht: 32-Jähriger muss nach Übergriff doch nicht ins Gefängnis

Der Hammer ist weggesperrt

Marburg/Schwalmstadt. Glücklich, dass er mit einer Geldstrafe von1400 Euro davon kommt, verließ ein 32-Jähriger aus dem Altkreis den Saal des Marburger Landgerichts.

Der mehrfach vorbestrafte berufs- und arbeitslose Mann hatte Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Treysa eingelegt, demzufolge er ein halbes Jahr in Haft hätte gehen müssen.

Im Mai 2010 hatte der 32-Jährige die Wohnungstür des Mieters unter ihm mit einem Vorschlaghammer eingeschlagen und war in dessen Wohnung eingedrungen. Der Angeklagte lebte zu dieser Zeit in der Wohnung seiner Mutter, Lärm aus den Räumen im darunter liegenden Stockwerk hatte ihn aufgebracht. Schließlich drosch der 32-Jährige mit dem Vorschlaghammer gegen die Badezimmertür des Opfers, zerstörte Mobiliar und elektrische Geräte. Nachbarn holten die Polizei, die den 32-Jährigen in die Psychiatrie nach Hephata brachte.

Dort setzte der 32-Jährige seine Angriffe fort, zerschlug mit einer Stange ein Fenster und warf mit Scherben nach den Beamten, so dass einer der beiden eine leichte Verletzung erlitt.

Bei der Entlassung aus Hephata wurde ihm aber attestiert, nicht unter einer psychischen Störung zu leiden.

Mittlerweile wohnt der Mann in einer anderen Wohnung und ließ sich nichts mehr zuschulden kommen. Auch aufgrund der günstigen Sozialprognose ging der Staatsanwalt von einem minderschweren Fall aus. Dem Antrag folgte das Gericht und erließ dem 32-Jährigen auch die Kosten des Verfahrens. (zaw)

Quelle: HNA

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