Neues Buch von Sieglinde und Lothar Nitsche: Akribische Recherche zu sieben Themenbereichen

Hand in Hand für die Natur

Präsentieren stolz ihr neues Werk: Sieglinde und Lothar Nitsche. Foto: Hoffmann

Zierenberg. Sie lieben die nordhessische Natur, das merkt man schnell. Wenn Sieglinde und Lothar Nitsche über ihre Arbeit sprechen, sprudelt es aus ihnen nur so heraus. Viele Jahre haben sich der Vorsitzende der Nordhessischen Gesellschaft für Naturkunde und Naturwissenschaften (NGNN) und seine Frau schon dem Naturschutz verschrieben, auch die Förderung der Naturkunde und der Naturwissenschaften liegt beiden am Herzen.

Darum engagieren sie sich auch in der NGNN, die bereits seit 175 Jahre besteht. Eine lange Zeit, über die es viel zu berichten gibt. Darum entschlossen sich die Zierenberger Naturfreunde vor vier Jahren, einen Jubiläumsband zusammenzutragen. Dass es eine arbeitsreiche Zeit werden würde, das war ihnen klar. So zogen sie sich in ihre „Arbeitsstuben“ zurück, jeder in seine eigene. „Wir arbeiten sehr unterschiedlich“, sagt Sieglinde Nitsche. „Mein Mann telefoniert viel, trägt die Informationen zusammen, ich bringe dann alles zu Papier.“

Perfekte Arbeitsteilung, die sich gelohnt hat. Das nun im cognitio-Verlag erschienene Werk ist mehr als nur eine Jubiläumsschrift, umfasst 224 Seiten und liefert akribisch recherchierte Erkenntnisse in sieben Kapiteln. Zentrale Themen sind der Einsatz für Natur, Kultur, Gesellschaft und Umweltbildung sowie sanfter Tourismus in der „Grimm Heimat NordHessen“.

Auch für den Laien verständlich, soll das reich bebilderte Grundlagenwerk eine „Hilfe zur Wahrnehmung unserer Umwelt“ sein. Auf der Entdeckungsreise durch die heimische Natur „ist für jeden etwas zum Herauspicken dabei“, da ist sich Sieglinde Nitsche sicher.

So wird etwa ausführlich das Naturkundemuseum im Kasseler Ottoneum vorgestellt, welches zu den engsten Partnern des NGNN gehört. Auch die Heimat der Autoren kommt nicht zu kurz, die laut Lothar Nitsche eine zentrale Rolle in der Naturkunde einnimmt. So führt das Kapitel „Biologische Vielfalt in Nordhessen“ unter anderem auf den Hohen Dörnberg, wo Ziegen Helfer beim Zurückdrängen des Gehölzaufwuchses sind und der Halbtrockenrasen mit seinen Wachholderbeständen traditionell mit Schafen im Hutebetrieb gepflegt wird. Die Dörnbergregion sei in ihrer Artenvielfalt herausragend, für viele Naturkundler Pflicht während ihrer Ausbildung, sagt Nitsche.

Das Kapitel „Umweltbildung und Sanfter Tourismus“ beantwortet die Frage, wie wirksam Bildung für nachhaltige Entwicklung ist. Das Wandern als Naturtourismus zur Förderung der Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen ist ebenso Thema wie die Wandersteige von Kellerwald- bis Habichtswaldsteig.

„Es war das anstrengendste Buch, das wir je gemacht haben“, sagen Sieglinde und Lothar Nitsche. Die Recherchearbeiten seien extrem aufwändig, der Arbeitsaufwand enorm gewesen. Doch sie haben es gerne gemacht, schließlich lieben sie die nordhessische Natur.

von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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