Handel ist perfekt - Klinikneubau soll 2017 stehen

Stadt Melsungen und Asklepios-Konzern tauschen Grundstücke

Melsungen. Da waren sich schon im Vorfeld alle einig: Der Asklepios-Konzern und die Stadt Melsungen tauschen ihre Grundstücke. Das ist der einstimmige Beschluss des Melsunger Parlaments, das am Donnerstagabend in der Stadthalle tagte.

Asklepios erhält das Grundstück der alten Brauerei für den Neubau eines Krankenhauses, die Stadt Melsungen übernimmt im Ausgleich dafür die Fläche des bisherigen Krankenhauses samt Gebäude (wir berichteten).

Das direkt an der Fulda gelegene Grundstück ist zwar größer als das, auf dem Asklepios nun den Klinik-Neubau stellen will, dafür schultert die Stadt entweder einen Umbau oder die Kosten für den Abriss des alten Krankenhauses. Ein Abriss würde sich nach ersten Schätzungen der Stadt auf eine Dreiviertelmillion Euro belaufen.

Martin Gille (FWG) zeigte sich begeistert. „Das könnte das Geschäft unseres Lebens werden“, sagte er. Der Neubau eines Krankenhauses sei unumgänglich, die Belegschaft arbeite zurzeit unter widrigen Bedingungen.

Ludwig Georg Braun (FDP) hatte bereits im Vorfeld der Sitzung als Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses angedeutet, dass aus dem Überschuss des Schulumbaus, den die B. Braun AG anlässlich ihres 175.Bestehens sponsert, auch eine neue Jugendherberge am Fuldaufer entstehen könnte. „Das wäre ein Geschenk der Götter“, sagte Gille.

Nicht alle waren euphorisch 

Jetzt muss die Stadt prüfen, ob und wie das Gebäude nutzbar ist – gerade für die Jugendherberge, die dort entstehen könnte. Burkart Meyer-Stagneth (Grüne) war über den Tausch allerdings weniger euphorisch: Bei aller Freude über die Möglichkeit einer Jugendherberge müsse man doch berücksichtigen, dass der Tausch auch Risiken für die städtischen Finanzen berge. „Wir binden uns einen Klotz ans Bein.“

Diese Bedenken teilte sonst niemand, der Beschluss wurde mit allen Stimmen gefasst. Die juristischen Voraussetzungen für den Tausch, bei dem kein Geld fließen soll, sollen schon bald geschaffen werden.

Die Stadt stellt Asklepios das Grundstück so schnell wie möglich zur Verfügung. Das ist allerdings nicht ganz unproblematisch: Der Krankenhauskonzern muss das Gebäude der alten Brauerei abreißen, das dort im oberen Bereich der Fläche steht.

Im Gegenzug kann die Stadt das Krankenhausgelände natürlich erst dann übernehmen, wenn der Neubau steht und der komplette Klinikbetrieb umgezogen ist. Dieser Umzug aber wird aller Vorsicht nach keinesfalls vor dem Jahr 2017 stattfinden. (bra)

Quelle: HNA

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