Beim Schwälmer Weihnachtsmarkt wird auf laute Gaudi verzichtet werden

Schwalmstadt. Das Wetter hat gut mitgespielt und die Menschen strömten auf den historischen Paradeplatz: Insgesamt sind die Veranstalter – Schwalm-Touristik und Stadt – zufrieden, bei einigen Abers.

„Ich hätte am liebsten den Stecker gezogen“, gibt Gerhard Reidt, der den Markt erstmals organisierte, unumwunden zu. Gemeint ist die kontrovers diskutierte Weihnachtsparty auf der Bühne, die am Samstag gegen 17 Uhr begann. Die Widerhalleffekte durch die Bebauung rund um den Platz seien einfach nicht vorausgesehen worden, sagte Reidt, „und es sollte auch nicht bloß Ballermann sein“.

„Ich hätte am liebsten den Stecker gezogen.“

Die Grundidee war es laut Reidt vielmehr, dem Lokalmatadoren Mike („Bademeister“) Haldorn ein Forum zu geben. Immerhin seien am Samstagabend rund 2500 Menschen auf dem Platz gewesen, viele von ihnen, um die Party zu erleben.

Möglicherweise werde im kommenden Jahr die Zusammenarbeit mit Radio HNA verstärkt, die sich sehr gut bewährte. Jetzt müsse erst einmal alles analysiert, aus Fehlern gelernt werden. Er sei erst im September in die Planung eingestiegen, sagte Reidt, für den 29. Weihnachtsmarkt werde ab dem Frühjahr gearbeitet. Der solle wesentlich stärker kunsthandwerklich geprägt sein.

Eindrücke vom Weihnachtsmarkt: Das Ballermann-Programm am Samstagabend wird nicht wiederholt (im Bild oben links „Almklausi“). Anderes kam gut an. Bild oben: Milena Buck auf der Bühne, Bild links Weihnachtsmann Helmut Hofmann. Fotos: Quehl

„Die Besucherzahl war unglaublich“, sagte Bürgermeister Näser gestern. Das sei auch daran abzulesen, dass einige Gastro-Stände schon am Samstagabend ausverkauft gewesen seien. Aufbau und Organisation seien grundsätzlich sehr gut gewesen, die Hauptfrequenz sei jeweils auf die Zeit zwischen 18 Uhr und 20 Uhr gefallen – wenn die Buden vormals schon geschlossen waren. Die längere Öffnungszeit sei auch deshalb wichtig für die Schausteller, weil sie in Ziegenhain für nur drei Tage aufbauen. Zur teils kritisierten Höhe des Standgeldes meint Näser, dass diese früher einfach zu billig gewesen seien. Außerdem seien alle vollständig von der Zahlung befreit, wenn sie eine handwerkliche Vorführung anbieten.

Gerhard Reidt ist optimistisch, dass Fehler bis zur nächsten Auflage ausgebügelt sein werden, immerhin habe der Paradeplatz phasenweise gar nicht mehr Besucher fassen können. Die seien aus dem weiten Umkreis von Südniedersachsen bis in den ober- und südhessischen Raum gekommen.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare