Handys in Schulen im Altkreis nur eingeschränkt erlaubt

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Wolfhager Land. An drei von vier weiterführenden Schulen des Wolfhager Lands dürfen die Schüler ihre Mobiltelefone nutzen – sofern dies auch dem Unterrichtsgeschehen nutzt. Das ergab eine Umfrage der HNA.

So sei gegen die Nutzung des Handys als praktischer Hausaufgabenkalender oder mobiles Wörterbuch nichts einzuwenden, sagt Wolfgang Engelmeyer, Schulleiter der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal. Inwieweit das Handy in den Unterricht eingebunden werde, liege aber stets im Ermessensspielraum des einzelnen Lehrers. Während der Pausenzeiten sei man „relativ tolerant“, strikt verboten sei aber das Tauschen von gewaltverherrlichenden Filmen.

Dr. Dietmar Johlen, Direktor der Wolfhager Herwig-Blankertz-Schule, geht noch einen Schritt weiter. Die Schulen dürften sich den Neuen Medien nicht verschließen, aber ein bewusster Umgang mit ihnen erfordere auch einen Lernprozess der Schüler. Passe das „Herunterladen eines Podcasts oder das Drehen eines Videoclips“ zum Lernstoff, könne das mit dem zuständigen Lehrer besprochen und umgesetzt werden.

Störungen oder Ablenkungen durch Spiele gelte es aber zu vermeiden. Ute Walther, Leiterin der Zierenberger Elisabeth-Selbert-Schule, verfolgt ein ähnliches Konzept. Neben der Schul- und Hausordnung, welche die Handynutzung untersagt, gebe es schließlich auch noch die medienpädagogische Ebene zu bedenken. Könne das Mobiltelefon konstruktiv genutzt werden - etwa für eine Recherche - sei es auch erlaubt.

An der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule ist die Philosophie eine andere. „Die Benutzung elektronischer Geräte während unserer Öffnungszeiten ist nicht gestattet“, sagt Ludger Brinkmann, stellvertretender Schulleiter. Natürlich gebe es auch Ausnahmen, etwa wenn ein Schüler krank sei und zuhause anrufen müsse.  

Von Emily Spanel

Quelle: HNA

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