Harald Dietl überzeugte als Lord in der Melsunger Stadthalle

Die Ursache des Ärgers: Die Postituierte Sammy (Maya Alban-Zapater) verdreht auch dem Lord (Harald Dietl) den Kopf. Fotos: Mangold

Melsungen. „Prinzipien sind ein Luxus, den sich ein Politiker nicht erlauben kann“- mit diesen Worten rückt Schauspieler Harald Dietl als Lord Kenmore seinen ehrlichen und gradlinigen Bühnen-Schwiegersohn David Thornton zurecht.

Denn dieser soll lügen über eine außereheliche Nacht mit einer Prostituierten und nicht wegen des Fehltritts von seinem Amt als Staatssekretär zurücktreten. „Seit wann hat Politik etwas mit Wahrheit zu tun?“ ruft der Lord und hat das Publikum in der Stadthalle ganz auf seiner Seite.

Im Bühnenstück „Der Lord und das Kätzchen“, gespielt von der „Komödie am Altstadtmarkt“ aus Braunschweig, mischt sich ein englischer Lord in das Familienleben seiner Tochter kräftig ein- sehr zum Vergnügen des Publikums.

Sohn Michael Thornton, gespielt von Franz Steiner, hat die Nacht durchgefeiert.

Rund 380 Zuschauer besuchten die zweite Darbietung der Melsunger Theatersaison, 300 Abonnementkarten wurden für diesen Theaterwinter verkauft. „Wir sind dieses Jahr sehr zufrieden“, sagte Karin Braun von der städtischen Kultur- und Touristik-Information. Die guten Besucherzahlen lägen unter anderem daran, dass bei jedem der fünf Stücke namenhafte Darsteller dabei seien.

Neben Harald Dietl, der bekannt ist als Kommissar der Fernseh-Krimiserie „Die Männer vom K3“, stand auch Tanja Schumann als Tochter Emily Thornton mit auf der Bühne. Schumann erlangte große Bekanntheit durch die Fernsehcomedy „RTL Samstag Nacht“.

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Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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