Knüllwalder Parlament verabschiedete nach Diskussion den Etat

Harmonie ist anders

Ehrung: Die Geehrten Reinhard Schermeier und Elfriede Eckhard mit Bürgermeister Jörg Müller (rechts) sowie Hardi Limmeroth (links) , dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Foto: Thiery

Knüllwald. Eine harmonische Parlamentssitzung sieht anders aus: In der Debatte um den Nachtragsetat kam es in Knüllwald zu teils persönlichen Angriffen. Vor der Abstimmung über den Etat verließ Erich Schmidt (CDU) unter Protest die Sitzung. Der Nachtrag wurde bei zwei Gegenstimmen sowie einer Enthaltung verabschiedet. SPD, Grüne sowie Alfred Wille (fraktionslos) stimmten dafür.

Das Defizit im Haushalt fällt deutlich geringer aus als befürchtet. Der Fehlbetrag beträgt 418 000 Euro, das sind 265 000 Euro weniger aus als im ursprünglichen Ansatz.

Walter Hiese (FDP) bewertete die verbesserte Einnahmesituation positiv. Mit höheren Einnahmen aus der Gewerbesteuer (320 000 Euro) sowie dem Verkauf eines Grundstückes im Gewerbegebiet habe sich die Situation entspannt.

Haushalt bleibt angespannt

Angesichts von 13,2 Millionen Euro Schulden plädierte er für das Zusammenlegen der Bauhöfe von Knüllwald, Schwarzenborn und Frielendorf. Das Parlament hatte den Vorschlag abgelehnt.

Helmut Wettlaufer (SPD) würde künftig trotzdem gern größere Projekte verwirklichen: „Wir werden auch in den nächsten Jahren keine ausgeglichenen Haushalte haben.”

Erich Schmidt (CDU) rechnete nach und schätzt den Schuldenstand der Gemeinde höher, nämlich auf 15, 8 Millionen. Er zählte Kredite aus dem Abwasserverband Efzetal und Beisetal, aus einem Flurbereinigungsverfahren sowie einem Sofortprogramm des Landes für den Bau von Abwasseranlagen dazu.

„Die Gemeinde ist auf dem besten Wege sich finanziell abzuschaffen“, sagte CDU-Fraktionssprecher Werner Knierim. (zty)

Quelle: HNA

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