Zierenberger Klostermuseum: Harsche Kritik am Architekten

Zierenberg. Beim Thema Klostermuseum verdreht mancher Parlamentarier nur noch die Augen. So auch am Dienstag in der Zierenberger Stadtverordnetenversammlung. Ärger gibt es nicht nur um die jahrelange Bauverzögerung, sondern vor allem um die Explosion bei den Baukosten.

Nach zähem Ringen einigten sich die Parlamentarier am Dienstag darauf, dass die Kosten von 460.000 Euro auf keinen Fall mehr überschritten werden dürfen. Diese Deckelung war auf Initiative der UFW in die Beschlussvorlage des Magistrates eingearbeitet worden. Das fehlende Geld für die Außenanlagen von rund 60.000 Euro kommt durch die Streichung von zwei kleineren Dorferneuerungs-Projekten und einem weiteren Zuschuss des Amtes für Regionalentwicklung zusammen. Verzichtet wird auf eine Begrünungsmaßnahme in der Ortsmitte von Burghasungen und die Umgestaltung des Containerplatzes am Grillplatz.

Karl Schäfer von der SPD verteidigte den Arbeitskreis Dorferneuerung. Die Mitglieder treffe keine Schuld, man habe rechtzeitig die Notbremse gezogen, als die Kosten aus dem Ruder zu laufen drohten. Man habe viel Eigenleistungen eingebracht. Im Herbst müsse das Museum endlich eröffnet werden, sonst mache man sich lächerlich.

Grobe Fehler

Die Kosten seien mit 27 Prozent überschritten worden, kritisierte Mario Hossinger von der CDU. Die Konjunkturprogramme und grobe Fehler des Architekten bei der Kalkulation seien für die Kostenüberschreitung verantwortlich.

Von Bea Ricken

Bürgermeister Stefan Denn erklärte, die Bauverzögerung habe mit den erheblichen Kostensteigerungen zu tun. Die Kostenschätzung des Planungsbüros hätte total daneben gelegen. Diese Kritik kam auch von der Fraktionsvorsitzenden der UFW, Dr. Bärbel Mlaswosky. Es habe 30 Projekte der Burghasunger Dorferneuerung gegeben und am Ende sei das ganze Geld quasi für ein Projekt ausgegeben worden.

Quelle: HNA

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