Für harte Proben belohnt

Musik für jeden Geschmack: Die Bläser der Naumburger Stadtkapelle gaben sich alle Mühe beim Frühjahrskonzert - und das wurde vom Publikum bestens angenommen. Foto: Deutschländer

Naumburg. Ob Klassik, Swing, Märsche oder Filmmelodien – beim Frühlingskonzert, das die Stadtkapelle aus Naumburg veranstaltet hat, dürften Melodien für einen jeden Musikgeschmack vertreten gewesen sein.

Das jedenfalls könnte erklären, warum der Applaus gegen Ende des Konzerts immer länger, der Jubel zwischenzeitlich immer lauter wurde.

Zu Recht wohlgemerkt, denn das, was das relativ junge Ensemble der Stadtkapelle bot, konnte sich wahrlich hören lassen. „Wir haben schließlich auch lange auf das Konzert hingearbeitet“, wies Martin Draude, Vorsitzender der Stadtkapelle, auf die mehr als 40 Stunden lange Probenarbeit mit Dirigent Heinz Roth hin. Dieser dirigiert das Ensemble bereits seit zwölf Jahren. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit, wie sich am Sonntag herausstellte.

Da gab es zu Beginn einerseits die prachtvolle Eröffnungsfanfare „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss sowie andererseits auch den „Marsch des York’schen Korps“ von Ludwig van Beethoven zu hören. Dicht gefolgt vom Konzertwalzer „Rosen aus dem Süden“, komponiert von Johann Strauß.

Von der grünen Sommerwiese im Süden spannten die Musiker anschließend den Bogen ins Ungarische: Von dort hatten sie die temporeiche „Ungarische Rhapsodie“ mitgebracht, die ins Leben von Zigeunern entführte und an die Freundschaft Naumburgs mit der ungarischen Stadt Komárom erinnern sollte.

Erster Jubel brandete auf

Überzeugen konnte auch das Klarinettenregister mit dem „Klarinetten Muckl“ von Willi Löffler, das erste Jubler einfuhr. Nicht weniger laut waren die beim patriotischen Marsch, der - in leicht abgeänderter Form des Originals „Dem Land Tirol die Treue“ - Lobeshymnen auf die Heimat im Naumburger Land sang.

Nachdem in der Pause Brezeln und Bratwürste verkauft worden waren, befasste sich der zweite Teil vornehmlich mit moderneren Melodien wie etwa denen in der James Bond- Suite von Frank Erickson, die beim einen oder anderen Zuhörer für Filmatmosphäre gesorgt haben dürften. Rockiges bei „Rock It“ von Kurt Gäble, Swingiges bei „The Swinging Rossini“ von Johny Ocean, Drums bei „Played Alive“, das ein Schlagzeugtrio aus der Kapelle zum besten gab - all das und viel mehr wurde im Haus des Gastes geboten.

Insbesondere ein als „Konfetti“ bezeichneter Radetzky- Marsch mit mehr als 20 Märschen, war der krönende Abschluss - inklusive zweier Zugaben, die den Abend zum besonderen Erlebnis machten.

Quelle: HNA

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