Amtsgericht verurteilte 35-Jährigen aus dem Altkreis Ziegenhain zu 50 Sozialstunden

Hartz IV trotz Arbeit bezogen

Schwalmstadt. Obwohl er arbeiten gegangen ist, bezog ein 35-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain weiterhin Arbeitslosengeld. Deshalb musste er sich vor dem Amtsgericht Schwalmstadt verantworten.

Angeklagt wurde er wegen Schaffung von Vermögensvorteilen. Der Richter stellte das Verfahren ein, mit der Auflage, dass der Angeklagte bis Jahresende 50 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten muss.

Der 35-Jährige hatte im Oktober 2010 Hartz IV beantragt. Zu diesem Zeitpunkt war er arbeitslos, gab der Angeklagte vor Gericht an. Nach seiner Lehre zum Metzger hatte er verschiedene Aushilfsjobs wahrgenommen. Während seiner Arbeitslosigkeit hatte er von einer Firma das Angebot bekommen, stundenweise auszuhelfen. Dabei habe er vergessen, die Arbeitsagentur von seiner neuen Beschäftigung in Kenntniss zu setzen, behauptete der Angeklagte. Durch eine Anfrage der Sozialversicherung des Mannes erfuhr die Arbeitsagentur jedoch von dessen Tätigkeit.

Leistungen zurückerstattet

Gleich darauf meldete sich der Angeklagte bei seinem Sachbearbeiter, da er die zu unrecht bezogenen Leistungen zurückerstatten wollte. Wochenlang ließ der Sachbearbeiter nichts von sich hören, beteuerte der 35-Jährige.

Mittlerweile habe er aber die zu unrecht bezogenen Leistungen von etwa 1000 Euro beglichen. Die Sache tue ihm leid, er habe einen Fehler begangen, sagte der Angeklagte. Vor Gericht zeigte der Angeklagte seine Reue. Verunsichert blickte er den Richter an und entschuldigte sich wiederholt. Seit April geht der gelernte Metzger wieder einer neuen Tätigkeit nach. Bei einer Zeitarbeitsfirma arbeitet er stundenweise als Aushilsfkraft.

Die Schadenerstattung und das saubere Vorstrafenregister stimmten den Richter positiv. Der Angeklagte bleibt straffrei, wenn er bis Jahresende 50 Sozialstunden ableistet.

Quelle: HNA

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