Drogenhandel: Freiheitsstrafe für 21-jährigen Algerier vor dem Amtsgericht

Haschisch, Speed und Crack

Treysa. Mit einem Fall von Drogenhandel befasste sich am Dienstag das Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes Schwalmstadt. Vor Gericht verantworten musste sich ein 21-jähriger Asylsuchender aus Algerien. Ihm wurde zur Last gelegt, von September 2010 bis Juni 2011 in Schwalmstadt und Frankfurt am Main mit Haschisch, Speed und Crack gedealt zu haben.

Dabei soll er nicht allein gehandelt haben. Gegen drei weitere Personen war ein Verfahren eingeleitet worden, darunter ein zweiter Asylsuchender aus der Wohneinrichtung am Harthberg in Treysa und zwei Männer aus Frankfurt. Für diese soll der 21-Jährige in Frankfurt die Umgebung sondiert, potentielle Kunden angesprochen und in Schwalmstadt auch direkt am Verkauf der Drogen beteiligt gewesen sein.

Wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in elf Fällen verurteilte das Gericht den 21-Jährigen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten. Zudem trägt er die Kosten des Verfahrens. Mit einbezogen wurde dabei ein Urteil von Oktober vergangenen Jahres.

Urteil mit berücksichtigt

Damals war der Angeklagte wegen Raubes und des zehnmaligen Verstoßes gegen die Aufenthaltsbeschränkung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden (wir berichteten.)

Auf die Vernehmung der vier geladenen Zeugen verzichtete das Gericht. Der Angeklagte war voll geständig. Durch seine Anwältin ließ er verlauten, er räume die ihm zur Last gelegten Taten ein.

In zehn Fällen hatte er in Schwalmstadt unter anderem Haschisch von einem Gramm zu fünf Euro bis zu einer Menge zu 60 Euro sowie sechs Gramm Speed zu jeweils zehn Euro pro Gramm verkauft. Vom gesondert verfolgten Mitbewohner des Asylbewerberheimes war er für Drogenverkäufe am Gewinn beteiligt worden.

Die zweite Anklage, Fall elf, bezog sich auf den Handel mit mindestens 0,01 Gramm Crack in Frankfurt am Main, an dem der 21-Jährige mit zwei gesondert verfolgten Personen beteiligt war.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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