Sanierungsarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen

An der Haspel bröckelt die Fassade: Stadt will 360.000 Euro investieren

34 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen: Unser Foto zeigt Schäden an den Gefachen und der Holzkonstruktion des Melsunger Jugendtreffs. Im Dezember 1977 war das Gebäude bezogen worden. Fotos: Rohde

Melsungen. Die Haspel ist seit 1977 die Anlaufstelle für die Jugendarbeit in Melsungen. Das hat Spuren hinterlassen. Die Räumen sind zwar immer wieder einmal renoviert worden, nun muss das Haus aber außen dringend saniert werden.

Gefache haben sich nach außen gedrückt, das Holz des Fachwerks ist an einigen Stellen schadhaft, und der Sandsteinsockel bröckelt. Voraussichtlich im Herbst wird mit den Arbeiten begonnen. Zunächst soll eine Giebelseite erneuert werden.

In den folgenden drei Jahren sollen insgesamt 360.000 Euro ausgegeben werden, um die Schäden an der Haspel zu beheben, erklärte Martin Dohmann, der Leiter des Melsunger Bauamtes.

Die Situation sei längst erkannt worden, sagt Bürgermeister Dieter Runzheimer. In einem Gutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hatte, seien die Schäden dokumentiert. Das Parlament habe den Sanierungsaufwand genehmigt.

Die Melsunger FWG hatte kürzlich die Sanierung der Haspel gefordert und eine Ermittlung der Kosten beantragt. Über diesen Punkt sei man längst hinaus, so Runzheimer.

Es habe zwischenzeitlich Überlegungen gegeben, den Jugendtreff im früheren Bahnhofsgebäude unterzubringen. Davon sei man aber wieder abgegangen. Mit der Volkshochschule und der Musikschule habe man dauerhafte Mieter für den Bahnhof gefunden. Der Jugendtreff werde also in der Haspel bleiben.

Die Sanierung ist mit dem Förderverein der Haspel abgestimmt worden. „Für uns ist wichtig, dass das Haus Seite für Seite saniert wird und der Betrieb weiter laufen kann“, sagt Dr. Diethardt Roth, der den Verein seit vielen Jahren führt. Welche Innenarbeiten noch nötig sind, soll ermittelt werden, wenn die Fassade fertig ist.

Die Heizung sei aber beispielsweise noch in gutem Zustand. Hier habe es in den vergangenen Jahren bereits Investitionen gegeben, um den Energiebedarf zu reduzieren, berichtete Roth. Die Haspel werde erfreulich gut frequentiert. Durchschnittlich 50 Jugendliche täglich besuchten die Einrichtung. Das Team um Gabi Geßner-Görl sei sehr engagiert, um diesen guten Zuspruch zu halten, erklärte der Vorsitzende des Fördervereins.

Neben der Leiterin des Jugendtreffs sind dort Silke Heinzmann sowie Mark Leuner beschäftigt. Er soll sich künftig auch um die offenen Jugendeinrichtungen in den Stadtteilen kümmern.

Die Personalkosten trägt die Stadt, auch den Aufwand für die Heizung und Strom. 164 000 Euro schlagen dafür im Haushalt 2011 zu Buche. Darüber hinaus sei man auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen, erklärte Diethardt Roth.

Quelle: HNA

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