Hauptsache gemütlich: Open-Dibo-Festival in Melsungen kam gut an

Eine von vier Bands, die auf der Bühne standen: Box of X – von links Philipp Brüggemann, Mirco Blumenberg, Dennis Geburtig, Christian Wiese, Christoph Mänz – gefiel die intime Atmosphäre.

Melsungen. Konzerte in Wohnzimmeratmosphäre: Das versprachen die Veranstalter des Open-Dibo-Festivals in Melsungen. Wir haben nachgefragt, wie es Veranstaltern, Besuchern und Bands gefallen hat.

Rockige Musik hallt durch das Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum in Melsungen, während das Publikum zu den Werken der lokal ansässigen Bands tanzt und mitsingt - und das bei gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre.

Das etwas andere Konzert beim Open-DiBo-Festival haben ehrenamtliche Helfer organisiert. Angetrieben durch den Spaß an der Sache und Dankbarkeit gegenüber ihren Vorgängern sorgten sie für eine harmonische und unterhaltsame Veranstaltung, die Besuchern und Bands imponierte.

DIE HELFER 

Mit dem Ausrichten des Open-DiBo-Festivals wollten die Organisatoren Jugendlichen eine Möglichkeit bieten, etwas in Melsungen zu erleben. „Wir möchten damit auch ein Stück weit etwas zurück geben“, sagt Lukas Rudolph vom Orga-Team. Schließlich konnten auch sie früher auf solche Konzerte gehen, die Ehrenamtliche organisiert hatten. Rudolphs Kolleginnen Hanna Reichhardt und Alias Jeric fügen hinzu: „Wir sind schon seit Jahren mit dabei und sehen das nicht als Arbeit, sondern als Ausgleich an.“ Insgesamt 15 ehrenamtliche Helfer machten die Veranstaltung zu einem Musikspektakel, das zahlreiche Besucher genossen.

DIE BESUCHER 

Ein Teil des Orga-Teams: Alisa Jeric, Lukas Rudolph und Hanna Reichhardt (von links) wollen Jugendlichen in Melsungen etwas bieten. Fotos: Becker

So auch Tobias Holzhäuser, der leidenschaftlicher Rock-Fan ist. „Für mich ist das Event ideal, ich liebe Rockmusik aller Art“, sagt der 21-Jährige, während er mit dem Fuß den Takt mitgeht. „Ich bin eigentlich spontan hergefahren, finde es aber ziemlich angenehm, mich auf dem Sofa niederzulassen und bei kalten Getränken talentierten Bands beim Spielen zu zuhören. Hier bekommen die Besucher noch ehrliche Musik geboten.“

DIE MUSIKER 

Die evangelische Jugend wollte mit dem Festival aber nicht nur den Besuchern Möglichkeiten eröffnen, sondern auch Musiker aus der Region fördern und ihnen eine Bühne bieten: „Bands hier aus der Nähe haben es nicht leicht, Auftritte zu bekommen - und denen wollten wir unter die Arme greifen“, sagt Jugendarbeiter Tobias Schopf.

Das bestätigten auch die Bands: „Wir konnten hier wertvolle Liveauftritt-Erfahrung sammeln und hoffentlich in Melsungen den ein oder anderen von unserer Musik überzeugen“, sagte Mirco Blumenberg von der Band Box of X. Es sei viel gemütlicher und intimer als bei anderen Lokalitäten gewesen - und das habe seinen ganz eigenen Reiz.

Von Lars Becker

Quelle: HNA

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