Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care hat ehemaliges Gemeindezentrum gekauft

Ein Haus mit Anspruch

Hier arbeitet bald die Stiftung Global-Care: Die Kirchengemeinde hat das Dietrich-Bonhoeffer-Haus im Gebrüder-Seibel-Ring in Fritzlar an das Kinderhilfswerk verkauft. Foto: ula

Fritzlar. Wo bis vor einigen Monaten noch der Fritzlarer Pfarrer Dr. Ulrich Bock wohnte und arbeitete, werden demnächst die Mitarbeiter des Kinderhilfswerks Stiftung Global-Care arbeiten. Die evangelische Kirchengemeinde Fritzlar hat ihr Gemeindezentrum im Gebrüder-Seibel-Ring, direkt hinter dem Schulzentrum im Nordfeld gelegen, an die Stiftung verkauft.

„Wir hoffen, dass wir im Oktober dort einziehen können“, sagt Reinhard Berle, Vorsitzender der Stiftung, die es seit 1976 gibt. Ursprünglich in der Stadt Bergen ansässig, kam das Hilfswerk bald nach Fritzlar. Aus einer Vollzeitkraft, die für die Verwaltung zuständig war, wurden inzwischen acht bis zehn Mitarbeiter, die in der Fraumünsterstraße im Kellergeschoss untergebracht sind.

„Es wurde einfach zu eng“, sagt Beate Tohmé. Sie kümmert sich unter anderem um die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung. Seit geraumer Zeit sei man in Fritzlar auf der Suche nach einem neuen Domizil gewesen.

Das bisherige Gemeindezentrum mit Wohnhaus habe die Kirchengemeinde zum Kauf angeboten, die Stiftung habe am Bieterverfahren teilgenommen und sei erfolgreich gewesen, sagt Berle. Er freut sich auf das neue Haus, das allerdings noch umgebaut werden muss.

Im Wohnhaus sollen die Büros für die Mitarbeiter entstehen, für den Saal müsse man sich Nutzungen überlegen. Aus dem früheren Kindergarten könne man eventuell Gäste-Apartments machen, das sei alles aber noch offen. Die Stiftung Global-Care, die stetig gewachsen ist und viele tausend Patenkinder und Projekte weltweit von Fritzlar aus betreut, fühlt sich mit ihrem neuen Haus jedenfalls für die Zukunft gerüstet.

Den Namen des Hauses, das nach dem in einem Konzentrationslager umgebrachten Theologen Dietrich Bonhoeffer benannt wurde, wollen sie behalten. „Das passt einfach“, sagt Beate Tohmé lächelnd. Sie versteht ihn auch als Verpflichtung für ihre Hilfsorganisation. Global-Care arbeite schließlich auf der Basis des christlichen Glaubens und der Nächstenliebe. „Wir wollen Kindern in aller Welt Bildung bringen, die ihre Chancen auf ein menschenwürdiges Leben erhöht.“ ARTIKEL UNTEN

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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