Ein Haus erzählt seine Geschichte

Kunst am Bau: Vom Gesetzgeber gewollt, aber nur selten berücksichtigt. Bei der 320 000 Euro teuren Sanierung des Ehlener Dorfgemeinschaftshauses wurde der Kunst Platz eingeräumt. 2400 Euro kostete das Projekt, die Hälfte spendierten Sponsoren. Was die Habichtswalder Künstlerin Dagmar Dotting im Erdgeschoss geschaffen hat, kann sich sehen lassen. Mit ihrer Schriftinstallation zieht sie die Besucher in die Geschichte des 1955 errichteten Hauses und damit auch in die Vergangenheit des Dorfes. Zunächst galt es für die 38-Jährige, der Geschichte auf die Spur zu kommen, die Ergebnisse in knappe Texte zu fassen, diese auf Folie zu plotten und dann an Wänden, aber auch auf dem Fußboden zu fixieren. Und so erfährt man von der Dorflehrerin, die ebenso in diesem Haus zuhause war wie die Gemeindeschwester mit ihrer Krankenstation und die Hausverwalterin. Hier standen die öffentlichen Badewannen, der erste Fernseher, das „Fenster zur Welt“, die Gefrierfächer: Das Haus war sozialer Mittelpunkt. Die Kunst, sagte Bürgermeister Thomas Raue, schaffe es, den Bürgern ihr Haus mit seiner Geschichte zurückzugeben. (nom). Foto: Norbert Müller

Quelle: HNA

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