Altes Wolfhager Bahnhofsgebäude - Spuren von Vandalismus deutlich sichtbar

Haus gammelt vor sich hin

Vandalismus: Diese Fensterscheibe am Wolfhager Bahnhofsgebäude ging kürzlich zu Bruch. Das rechte Foto zeigt die provisorische Reparatur. Fotos:  Welch

Wolfhagen. Das Bahnhofsgebäude in Wolfhagen ist wahrlich kein Vorzeigeobjekt mehr. Es ist dicht, Fahrkarten an einem Schalter gibt es dort schon seit anderthalb Jahren nicht mehr. Es gammelt vor sich hin.

Und Spuren des Vandalismus sind immer öfter zu sehen. Erst kürzlich war auf der zu den Gleisen gerichteten Seite des Gebäudes eine Scheibe zerstört worden. Es hat einige Tage gedauert, bis der Schaden behoben wurde. Nun ist dort kein Glas mehr eingesetzt, das Fenster wurde einfach mit einer Platte zugehängt.

Kabelsalat

Vor dem Haus, zur Straßenseite hin, ragt ein abgetrenntes Kabel hervor. Der Eindruck drängt sich auf, dass sich niemand so recht um diesen Bau kümmert.

Keine Stellungnahme

Tatsächlich ist es nicht einfach, Zuständigkeiten zuzuordnen. Die Deutsche Bahn, die Anfang 2008 bundesweit im Paket fast 500 Empfangsgebäude verkauft hat, verweist in diesem Zusammenhang auf ein Bieterkonsortium von Procom Invest und Patron Capital. Bei der weiteren Recherche landet man bei der Main Asset Management GmbH in Dreieich, für die Verwaltung der Bahnhofsgebäude zuständig.

Geschäftsführer Thorsten Vogt lässt nach mehrfacher Anfrage zumindest ausrichten: „Wir geben derzeit keine Stellungnahme ab.“ Das heißt, das Unternehmen sagt auch nichts zur möglichen Zukunft des Gebäudes. Diese dürfte wohl in den Sternen liegen.

Kurhessenbahn meldet

Bahn-Sprecher Bernd Honerkamp aus Frankfurt erklärt gegenüber der HNA, dass die Kurhessenbahn, für Gleise, Signaltechnik und Weichen im Wolfhager Bahnhofsbereich verantwortlich, nicht aber für das Gebäude, zumindest auf den Zustand des roten Backsteinhauses achte und meldet, wenn dort etwas zu Bruch gegangen ist.

Von Axel Welch

Quelle: HNA

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