Ein Haus zieht um: Wohnhaus wurde von Kassel nach Empfershausen transportiert

Ein Haus zieht um: Wohnhaus wurde von Kassel nach Empfershausen transportiert

Empfershausen. Ein Spezialunternehmen für Schwertransporte aus Kassel hatte den Transport von Niederzwehren nach Körle übernommen.

Walter Meusel, der für die Abwicklung des Transports verantwortliche Mitarbeiter, sagte: „Für uns ist dieser Transport nichts Ungewöhnliches. Schon seit über 20 Jahren transportieren wir solche Häuser, die in Kanada gebaut werden und per Schiffsfracht nach Europa gelangen.“

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Der Transport in der Nacht sei reibungslos abgelaufen. Lediglich am Fußgängerüberweg in Körle sei es mit dem Verkehrsschild, das mitten über der Straße hängt, eng geworden. Aber der erfahrene Fahrer habe das ohne Probleme bewältigt. Der Transport von Kassel über Dennhausen, Dörnhagen, über die alte B83 und Körle bis zum neuen Standort dauerte nur eine Stunde.

In Empfershausen parkten die riesigen acht-achsigen Tieflader in der Buswendeschleife. Dort war genügend Platz für die Kolosse mit den beiden Häuserteilen.

Der 220-Tonnen-Kran, der eine Ausladung von bis zu 60 Metern hat, war zwischenzeitlich schon oberhalb des zukünftigen Standortes für das Haus aufgebaut worden. Am Freitagmorgen ging es dann in die heiße Phase. Der erste Tieflader mit den fünf Achsen steuerte den Bürgersteig an. Schnell wurden die Sicherheitsbaken in der sehr stark von Lastwagen befahrenen Melsunger Straße aufgestellt.

„Für uns ist dieser Transport nichts Ungewöhnliches.“

Anschließend schwebte die Halterung am Kranarm über dem Bauteil und drei tragkräftige gelbe Gurte wurden von den Helfern um das Haus gespannt.

Auf das Kommando von Meusel hob der Kranfahrer die Haushälfte an, und wenige Minuten später schwebte sie frei in etwa zehn Metern Höhe von der Lkw-Ladefläche am Straßenrand zu dem neuen Stellplatz. Dort hatten die Hausbesitzer schon alles vorbereitet und in den vergangenen Wochen 18 Säulen als Fundament für das Bauwerk gegossen. Einige Zuschauer fragten sich, warum die Säulen so hoch aus dem Erdreich ragten. Laut Bauherrn war dies nicht anders möglich, um an die Abwasserleitung zu gelangen. Dafür musste entsprechendes Gefälle zwischen Bau und vorhandenem Kanal hergestellt werden. Um 9.32 Uhr saß das erste Hausteil an seinem Platz und eine Stunde später war auch der zweite Teil da, wo er hin sollte.

Wenn jetzt die Restarbeiten, wie Stromanschluss, Hausverbindungen und Treppen fertig sind, steht einem Einzug der Schwiegermutter von Peter Bultjer, dem Hauseigentümer, nichts mehr im Wege.

Von Helmut Wenderoth

Wohnhaus wurde von Kassel nach Empfershausen transportiert

Wohnhaus wurde von Kassel nach Empfershausen transportiert

Quelle: HNA

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