Haushalt 2014: Gudensberg Stadtverordnete lobten Investitionen

Glasfaserkabel

Gudensberg. Mit Investitionen von über sechs Millionen Euro peilt die Stadt Gudensberg für dieses Jahr einen neuen Rekord an. Soviel Geld hat sie noch nie in einem Jahr ausgegeben. Trotzdem sprachen die Stadtverordneten durchweg von einem außergewöhnlichen Haushalt und verabschiedeten ihn einstimmig.

Um die zahlreichen Projekte, besonders im Bereich der dezentralen Energieversorgung (Rückkauf der Stromnetze) und regenerativen Energiegewinnung (Windpark Langenberge), finanzieren zu können, nutzt die Stadt ihr dickes Sparbuch: 4,3 Millionen Euro werden der Rücklage entnommen, die Ende 2013 knapp 8 Mio. Euro enthielt.

„Unsere Investitionen sind Zukunftsprojekte, die auch wieder Einnahmen hervorbringen“, sagte Michael Höhmann (SPD) bezüglich der Kommunalisierung im Energiesektor. Wichtig sei außerdem, sich der sozialen Verantwortung bewusst zu sein, auch bei Gebühren und Kosten. Höhmann teilte mit, dass der von seiner Fraktion schon lange geforderte Sozialbericht in diesem Jahr erstellt werden solle.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Heer betonte, dass die Stadt sich viel vorgenommen habe für 2014. Man gebe viel Geld aus für das Wohlergehen der Einwohner, etwa für Kitas, Feuerwehr, DGHs, Bäder. „Das ist auch gut so, wir können uns das leisten“, sagte er. Gute Angebote steigerten auch die Attraktivität der Stadt. Richtig sei es, in guten Zeiten die Schulden zu reduzieren, Arbeitsplätze zu schaffen und Kosten im Auge zu behalten.

Lob gab es auch von Petra Gottwald (B90/Grüne) für die zukunftsweisenden Investitionen. „Hoffentlich bleibt es bei dem Windkraftprojekt“, sagte sie im Hinblick auf die Pläne des Bundes, die Einspeisevergütungen zu kappen. Kritisch sah sie den zu zögerlichen Ausbau des Radwegenetzes.

Als richtige Zukunftsaufgabe bezeichnete Heinrich Pohlmann (FDP) die Kommunalisierung der Energieversorgung, die Investitionen seien ja refinanziert. Er bezeichnete die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Stadtbereich als wichtige Aufgabe, der sich die Politik in Gudensberg stellen müsse.

Glasfaser-Ausbau startet noch 2014

So bald wie möglich soll es in Gudensberg schnelles Internet geben. Wie Bürgermeister Frank Börner den Stadtverordneten mitteilte, wird Gudensberg im Schwalm-Eder-Kreis eine Pilotfunktion übernehmen. „Wir marschieren voraus“, sagte Börner. Das neu entstehende Glasfasernetz wird später in die noch zu gründende Infrastrukturgesellschaft in Nordhessen integriert. Eine Machbarkeitsstudie für den Breitband-Ausbau soll in der nächsten Parlamentssitzung am 27. Februar vorgelegt werden. Ziel sei es,noch in diesem Sommer mit der Verlegung der Glasfaserkabel in der Stadt und den Stadtteilen zu beginnen. (ula)

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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