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Frielendorfs Haushalt 2019 kann sich sehen lassen: Schulden sinken, keine Kredite

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Frielendorfs Haushalt 2019 kann sich sehen lassen: Schulden sinken, keine Kredite

Die finanzielle Situation Frielendorfs hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verbessert. Der Haushaltsplan für 2019 weist erneut einen Überschuss auf. 

Wasser- und Abwassergebühren werden nicht erhöht. Herausragende Investitionen sind nicht geplant, auch neue Kredite sind nicht nötig. Das ist die zentrale Aussage des Entwurfs, den Bürgermeister Thorsten Vaupel am Montagabend den Gemeindevertretern vorstellte.

Schutzschirm

Aus Sicht Vaupels ist dies im Wesentlichen durch die Schutzschirmvereinbarung, dem Entschuldungsprogramm des Landes, erreicht worden. Frielendorf hat alle Vorgaben erfüllt und ist der Entlassung aus dem Schutzschirm nahe.

Vaupel geht allerdings davon aus, dass es noch dauern könnte, weil es einen Prüfungsstau beim Rechnungsprüfungsamt gebe.

Schulden

Die Pro-Kopf-Verschuldung in Frielendorf (7272 Einwohner) verringert sich Ende 2017 auf 3209 Euro. Im Vorjahr waren es noch 3539 Euro gewesen.

Neue Kredite sollen 2019 nicht aufgenommen werden. Geplant ist, langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 1,5 Millionen Euro zu tilgen. Der Entwurf geht davon aus, dass der Schuldenstand Ende 2018 bei 22 Millionen Euro liegt.

Gemeindeeinrichtungen

Frielendorf betreibt Freibäder im Kernort und in Großropperhausen, zudem das Wellnessparadies am Silbersee. Der Ansatz 2019 geht von knapp einer Million Euro an Kosten für die drei Bäder aus. Knapp die Hälfte davon werden durch die Einnahmen gedeckt.

Zu den kommunalen Einrichtungen zählen auch die elf Dorfgemeinschafts- und Multifunktionshäuser in den Ortsteilen. Sie werden die Gemeinde 150 000 Euro kosten. 135 000 Euro werden durch Erträge erzielt.

Für die vier Kindertageseinrichtungen wird mit Gesamtkosten von knapp zwei Millionen Euro gerechnet. Die Gemeinde trägt davon mehr als die Hälfte. Der übrige Teil wird durch Elternentgelte und Betriebskostenzuschüsse gedeckt.

Die Kindergärten tauchen auch in der Investitionsplanung auf. Für Modernisierung und Gebäudeerhalt der Einrichtungen in Frielendorf, Lenderscheid und Obergrenzebach steht Geld bereit.

Die Investitionen in die Aufrechterhaltung der Infrastruktur betreffen auch das „Betreute Wohnen“ beim Diakoniezentrum sowie den Bauhof und das Rathaus.

Gebühren

Kopfzerbrechen bereitete den Haushaltsexperten die Unterdeckung des Wasser- und Abwasserhaushalts. Nun wird einfach anders gerechnet: Durch bilanztechnische Veränderungen wird der Ausgleich erzielt. Die Gebühren müssen nicht erhöht werden.

Quelle: HNA

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