Höhere Gebühren sorgen aber für mehr Einnahmen

Gilserberg: Haushalt startet mit großem Defizit

Gilserberg. Das Haushaltsdefizit der Gemeinde Gilserberg wird in diesem Jahr wesentlich höher ausfallen als noch in 2012. Wie Bürgermeister Rainer Barth in seiner ersten Gemeindevertretersitzung am Dienstag im Rathaus vorstellte, weist der Haushaltsentwurf für 2013 einen Fehlbedarf von 730.000 Euro auf.

Im Nachtragshaushalt für 2012 war ein Fehlbetrag von 664.000 Euro festgeschrieben worden. Im Ergebnishaushalt für dieses Jahr stehen den laufenden Einnahmen von 4,69 Millionen Euro den Ausgaben von 5,42 Millionen Euro gegenüber. Damit rückt das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts für die Gemeinde in weite Ferne.

In seiner Haushaltsrede führte Barth an, dass steigende Ausgaben an den Kreis die Gewinne auffräßen. Gilserberg wird voraussichtlich Kredite in Höhe von 227.000 Euro aufnehmen, um seine Investitionen zu finanzieren. Bürgermeister Barth nannte die Dorferneuerung in Schönau und Heimbach als Projekt, in das die Gemeinde weiterhin investieren wird. Außerdem werde die Feuerwehr mit Digitalfunk ausgestattet und die Heimbacher Wehr bekommt ein neues Fahrzeug.

Als dritten großen Investitionspunkt der Gemeinde führte Barth die weitere Erschließung des Baugebiets Bornfeld an. Als weiteren Kostenpunkt nannte der neue Bürgermeister die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr in diesem Jahr, die 50.000 Euro kosten werde. Sparen will die Gemeinde über eine Stelle in der Verwaltung, die wegfällt, sowie den Austritt aus dem Gründerzentrum Schwalm.

Außerdem fließt durch Gebührenerhöhungen mehr Geld in die Gemeindekasse. So beschlossen die Gemeindevertreter in der Sitzung einstimmig eine Erhöhung der Verwaltungskosten, dies umfasst beispielsweise höhere Kosten für beglaubigte Kopien oder bei Einsicht in Akten. Zudem steigt die Benutzungsgebühr der Dorfgemeinschaftshäuser und der Mehrzweckhalle. Die Miete für die gesamte Mehrzweckhalle wird zukünftig 215 Euro statt 204,50 Euro betragen.

Auch die Gebühren für Einsätze der Feuerwehren hoben die Parlamentarier an. Voraussichtlich in der kommenden Parlamentssitzung am Dienstag, 5. März, entscheiden die Gemeindevertreter über die neue Gebührenordnung des Kindergartens. Beschlossen wurde zunächst, dass der Kindergarten ab 1. August von 7 bis 16.30 Uhr geöffnet ist. (cls)

Quelle: HNA

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