Beifall wollte nicht enden

Heeresmusikkorps Kassel sorgte für gute Stimmung in der  Treysaer Festhalle

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Großer Auftritt in der fast ausverkauften Festhalle: Das Heeresmusikkorps Kassel unter der Leitung von Oberstleutnant Tobias Terhardt.

Treysa. Für eine fast ausverkaufte Festhalle sorgte am 25. April das Konzert des Heeresmusikkorps Kassel.

Nach zweijähriger Abstinenz in Treysa überzeugte das Profiorchester mit Märschen, Ouvertüren und Bühnenmusik das begeisterte Publikum.

Wem der zweite Teil nach der Pause zu modern und nicht militärisch-zünftig genug klang, wurde am Ende mit dem Radetzky-Marsch und der Nationalhymne als Zugabe belohnt. Doch zuvor landete Uwe Such vom Lions Club Schwalmstadt eine unfreiwillige Pointe.

Verwechslung von Ziegenhain und Treysa

„Es hat uns sehr gefreut, dass sie hier in Ziegenhain zu Gast waren“, sagte der Präsident der Lions, die neben dem Traditionsverband Schwälmer Artillerie unter Vorsitz von Günter Wald zu dem hochkarätigen Konzert eingeladen hatten – und sorgte ob der Verwechslung von Treysa und Ziegenhain für Heiterkeit. 

Hochbegeistert: Das Publikum zeigte sich sehr angetan vom Programm der Profimusiker und applaudierte lange und herzlich.

Mag gut sein, dass es an dem fesselndem musikalischem Feuerwerk lag, das das Heeresmusikkorps mit Auszügen aus dem Musical „Starlight Express“ von Andrew Lloyd Webber zuvor abfeuerte, dass Such kurzzeitig die örtliche Orientierung verlor – anlässlich des 30-jährigen Musicalprogramms in Bochum hatten sich die Militärmusiker dieses weltweit erfolgreichste Musical mit ungemein großer Spielfreude angenommen.

Die war bereits bei den Höhepunkten aus der irischen Bühnenschau „Riverdance“ zu spüren, wo es dem Blasorchester gelang, die stark rhythmisch geprägte Stepptanz-Musik der Streichinstrumente authentisch wiederzugeben.

Mischung aus militärischen und weltlichen Melodien

Mit „Hoch Heidecksburg“ von Rudolf Herzer hatte sich das Profiorchester der Bundeswehr mit Sitz in Kassel einem der am häufigsten gespielten Märsche Deutschlands angenommen. So war es nicht zuletzt die gelungene Mischung aus bekannten militärischen und weltlichen Melodien, die von den Musikern unter dem Dirigat von Oberstleutnant Tobias Terhardt souverän interpretiert die Konzertgäste begeisterte.

Besonders schön im ersten Teil des fast zweistündigen Gastauftritts, dessen Erlös jeweils zur Hälfte dem Bildungsfonds des Lions-Clubs Schwalmstadt und damit Schulen in der Region sowie dem Soldatenhilfswerk zu Gute kommt, waren die „Symphonic Songs for Band“ von Robert Russel Bennet, die mit den drei Sätzen Serenade, Spiritual und Celebration die gebannten Zuhörer zum Schluss auf einen Jahrmarkt mit buntem Treiben entführte – wer bei der Musik genau zuhörte und die die Augen schloss, hatte die Szene lebendig vor sich.

So musste Oberstleutnant Terhardt, der auf sympathisch-amüsante Art durchs Programm führte, die Zuhörer in ihrem Applaus mitunter bändigen. Bleibt zu hoffen, dass die Militärmusiker bald wieder nach Schwalmstadt kommen – vielleicht zur Abwechslung tatsächlich mal nach Ziegenhain.

Quelle: HNA

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