Bebauungsplan soll geändert werden

Heftiger Streit um Campingplatz

KNÜLLWALD. Für einen Anbau an die Gaststätte des Campingplatzes in Niederbeisheim hat das Knüllwalder Parlament den Bebauungsplan geändert. Eine breite Mehrheit stimmte dem Verfahren zu, zuvor wurde jedoch heftig über die Rechtmäßigkeit dieses Vorhabens gestritten.

Der Rechtsweg sei nicht eingehalten worden, meinte Werner Knierim (CDU). Auf dem Gelände seien Gebäude entstanden, für die es keine Baugenehmigung gegeben habe. Es handele sich um Wohnwagenunterstände und feste Vorzelte in Leichtbauweise.

Der Eigentümer des Campingplatzes ist Gemeindevorsteher Hardi Limmeroth, der für die Dauer der Diskussion sein Amt ruhen ließ und den Saal verlassen hatte.

Limmeroth hatte nach einem Brand vor sechs Jahren ein neues Wirtschaftsgebäude bauen lassen. Dafür sei ihm eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden mit der Bedingung, dass später der Bebauungsplan geändert werde, berichtete Bürgermeister Jörg Müller. Die Bauaufsicht habe sich das Gelände angesehen und vorgeschlagen, die Wohnwagenunterstände und Vorzelte mit in den Plan aufzunehmen. Das sei eine Formsache, erklärte Müller. Es handele sich auf keinen Fall um die Legalisierung eines nicht genehmigten Bauvorhabens.

Walter Hiese (FDP) hatte dies zuvor behauptet. Werner Knierim beantragte, den Tagesordnungspunkt zu verschieben, konnte sich damit aber nicht durchsetzen.

Die SPD stimmte der Änderung des Plans zu, ebenso wie Alfred Wille (früher CDU, jetzt fraktionslos) und die Grünen. Dagegen votierten Walter Hiese von der FDP sowie Werner Knierim und Erich Schmidt (CDU). Die anderen beiden anwesenden CDU Mitglieder enthielten sich der Stimme.

„Die Debatte wird nur geführt, weil es um Hardi Limmeroth geht“, sagte Alfred Wille. Helmut Wettlaufer (SPD) meinte: „Man muss deutlich zwischen Bebauungsplan und Baugenehmigung unterscheiden.“ (zty)

Quelle: HNA

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