Tag der Heimat: Bund der Vertriebenen lud nach Dörnberg ein

Gedenken der vertriebenen Deutschen (von links): Stefan Podlaha (Bund der Vertriebenen - Kreisvorsitzender), Winfried Wehnes (Kreisbeigeordneter, in Vertretung des Landrates), Dr. Bernd Fabritius (MdB, Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen, Bundesvorsitzender der Siebenbürger Sachen), Thomas Viesehon (Bundestagsabgeordneter der CDU) und Peter Schnegelsberg (Beigeordneter der Gemeinde Habichtswald). Foto: Uminski

Habichtswald. Zum alljährlichen Tag der Heimat lud der Bund der Vertriebenen, Kreisverband Wolfhagen, in die Gaststätte Zur Kaiserbuche in Dörnberg ein. 100 Gäste fanden den Weg in den Saal, um an die 15 Millionen Deutschen zu erinnern, die unter Flucht, Vertreibung und Deportation leiden mussten und noch immer leiden.

Die Festveranstaltung stand unter dem Leitwort: Deutschland geht nicht ohne uns. Der Blick fiel auch auf das aktuelle Leid in der Welt. Die Festansprache hielt der Vizepräsident des Bundes der VertriebenenDr. Bernd Fabritius.

Recht auf Heimat

„Das Recht auf Heimat ist eines der elementaren Rechte des Menschen und ein Grundwert menschlichen Daseins“, betont Stefan Podlaha, BdV-Kreisvorsitzender.

Basierend auf dem Leitwort des BdV stand im Mittelpunkt die Erinnerung an die Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nachhaltig geprägt haben. „Sie waren es im großen Maße, die durch ihre Arbeitskraft und Leistungsbereitschaft das Wirtschaftswunder der 50-er Jahre ermöglichten“, so Podlaha. In der Festrede erinnerte Fabritius an die Millionen vertriebenen Deutschen.

Klare Worte zu IS

Der Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen fand auch klare Worte zu den vielen Menschen, die im nahen und mittleren Osten auf der Flucht vor Aggressoren sind.

„Der Islamische Staat (IS) ist an Grausamkeit und Menschenverachtung nicht zu überbieten.“ Wir erleben seit einigen Jahren in Deutschland eine wahre Renaissance des Heimat-Begriffs, so Fabritius. „Menschen besinnen sich ihrer Heimat und definieren ihr Selbstverständnis neu.“ Man sei wieder stolz Oberbayer, Niedersachse, Rheinländer oder Nordhesse zu sein. Für das abwechslungsreiche und kulturelle Programm sorgten die Dörnberg-Musikanten, Egerländer Schrammeln und der Landfrauenchor aus Dörnberg sowie die Tanzgruppe der Siebenbürger Sachsen aus Kassel, die für den musikalischen Rahmen sorgten. (pju)

Quelle: HNA

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