Raubmord bis Reifen-Klotz

Heimatkalender 2015: Geschichten und Fotos aus Wabern

Großes Chorkonzert im Jahre 1946: Das Februar-Kalenderblatt zeigt Schüler und Chormitglieder mit Lehrer und Chorleiter Valentin Weidemann bei dessen 60. Geburtstag. Auf dem kleinen Foto ist Weidemann mit Frau und Tochter Sigrid zu sehen. Fotos: privat

Wabern. Ein Raubmord auf dem Hungerberg, Erinnerungen an den Waberner Ehrenbürger Valentin Weidemann, die Entwicklung des Reifenhandels Klotz zur Nr. 1 in Nordhessen: Das und viele weitere Geschichten und alte Fotos aus Wabern bietet der neue Heimatkalender für 2015.

Ein Aquarell des Homberger Malers Tschirpke aus dem Jahre 1951 mit einem Blick auf Kirche und die alte Schule, die im Jahre 1970 abgerissen wurde, ziert das Titelbild des Kalenders, den der Geschichts- und Kulturkreis zusammengestellt hat und am Sonntag, 16. November, vorstellen wird.

Die Bilder vorne und die Texte auf den Rückseiten der Kalenderblätter vermitteln dem Betrachter und Leser einen interessanten, auch ungewöhnlichen Blick auf die Zuckerrübengemeinde.

Die Familiengeschichte der Korbmacherfamilie Germeroth ist ein Thema, über einen im Staatsarchiv in Marburg gefundenen Vorgang „Provocation der Pfarrei Wabern gegen Carl Jacob Thielepape und Consorten von 1860“ wird berichtet.

Auf vier Kalenderblättern sind die Kindheitserinnerungen von Sigrid Laabs, geborene Weidemann, festgehalten. Sie wohnte mit ihren Eltern in der alten Schule und hat das Erlebte rund um die Kirche niedergeschrieben.

Ein Rückblick auf seine Kindheit ist auch die Erzählung von Dr. Hartmut Böttger, dessen Vater technischer Leiter der Zuckerfabrik war. Erzählt wird auch die Entwicklung der Firma Reifen-Klotz. Erneut nicht fehlen darf eine vorweihnachtliche Geschichte in Mundart von Pfarrer Dieter Otto.

Der neue Heimatkalender wird am Sonntag, 16. November, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr in der Mehrzweckhalle in Wabern vorgestellt und zum Kauf angeboten. Dazu ist jedermann eingeladen.

Verbunden ist die Präsentation mit einer Bilderausstellung. Zu sehen sind Bilder zu den einzelnen Kalenderblättern und bisher unbekannte Fotos. Der Geschichts- und Kulturkreis hatte zudem einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Inzwischen hat eine unabhängige Jury die Sieger ermittelt. Von den 105 eingereichten Beiträgen werden 30 Fotos ausgestellt. Die Sieger des Wettbewerbs sollen gegen 16.30 Uhr bekannt gegeben und die Siegerpreise überreicht werden.

Eine vorweihnachtliche Stimmung werden bei den Besuchern sicher die über 20 ausgestellten Weihnachtskrippen auslösen.

Für die Besucher werden Kaffee und Kuchen sowie Getränke angeboten. Der Kalender kann ab dem 17. November an den bekannten Verkaufsstellen, wie Postagentur Ritschel, Kreissparkasse und VR-Bank Chattengau, zum Preis von 7,50 Euro erworben werden. (ula)

Quelle: HNA

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