HNA-Redakteur Olaf Dellit las am Donnerstag in der Garvensburg aus seinem Krimi

Das Heimweh des Detektivs

Fritzlarer Krimifans in der Garvensburg: HNA-Redakteur Olaf Dellit (links) las am Donnerstag aus seinem ersten Kriminalroman. Der spielt im Karneval, deshalb war auch Jannis Dieling von den Eddernarren zu Gast. Ex-Ressortleiter Reinhard Berger begrüßte die Gäste. Foto:  Brandau

Züschen. Der schottischste Ort im ganzen Schwalm-Eder-Kreis war am Donnerstag zweifelsfrei die Garvensburg in Züschen. Dort gab es schottische Musik, schottischen Whisky und schottische Speisen – und einen literarischen Kriminaldetektiv, der zumindest zur Hälfte schottische Wurzeln aufweist.

HNA-Redakteur Olaf Dellit las vor großem Publikum aus seinem ersten Kriminalroman „McLean und die Narren.“ Der spielt in Fritzlar und zwar – der Titel lässt es bereits ahnen – zur Karnevalszeit. Ralf McLean geht darin auf die Suche nach dem entführten Fritzlarer Kinderprinzenpaar. Deren Entführer stellen zwei Forderungen: 75 000 Euro Lösegeld und die Absage des Karnevals in der Domstadt.

Dieser Fall interessierte viele Krimifreunde: Das Team der Garvensburg musste von allen Seiten Stühle heranholen und dennoch reichte der Platz kaum für alle Besucher aus.

Olaf Dellit schien vor wahren Karnevalsprofis zu lesen. Die Krimifans in der Garvensburg wussten, dass die Fritzlarer in der Session mit „Allewille“ unterwegs sind, dass die Geismarer Narren „Hauruck“ rufen, die Haddamarer in der Session mit dem Gruß „Hühott“ und die Cappeler mit „Hummelhummel“ unterwegs sind.

Woher er denn nur seine kriminalistische Ader habe, fragte sich in seiner Begrüßung Reinhard Berger, ehemaliger Ressortleiter der HNA. Olaf Dellit sei schließlich in Niedenstein-Metze aufgewachsen: Einem Ort, in dem die Kriminalität nie so richtig in Fahrt gekommen sei.

Dellit selbst dagegen kam beim Lesen seines ersten Krimis in Fahrt. Er habe sich bei seinem Debüt bewusst gegen einen Mordfall entschieden, sagte der 37-Jährige: Vielleicht tauchen die ersten (gottlob fiktiven) Leichen dann im zweiten Fall des halb nordhessischen, halb schottischen Detektivs McLean auf. Falls bei der Lesung außer Musiker Alexander Marnie noch ein echter Schotte war, der bekam bei der Whiskyverkostung in der Pause nicht nur viel Geschmack, sondern auch noch Trost. Denn Whisky lindert Heimweh, versicherte Dellit. Aha. Das sollte man sich für lange Reisen merken. (bra)

Quelle: HNA

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