Heinaer restaurierte Honda von 1978

Heina. Als gelernter Kfz-Mechaniker weiß Thomas Apel mit der Technik umzugehen. Doch eine schrottreife kleine alte Honda wieder herzurichten, war schon eine Herausforderung.

Und der Opel Calibra, der in der Garage steht, ist das nächste Stück, das der 47-Jährige aus Heina angeht. Der kleinen Honda CY, Baujahr 1978, sieht man ihre Alter jetzt jedenfalls nicht mehr an.

52 Euro hat ihn das Zweirad, das er über Ebay im Internet erstanden hat, gekostet. „Schrotthaufen abzugeben“, lautete das Inserat. „Das Motorrad war in einem desolaten Zustand“, erinnert sich Apel, als er die Maschine vor elf Jahren aus der Nähe von Frankfurt abholte. Wie desolat ahnt man an Apels Satz: „Auf der Sitzbank wuchs schon ein Bäumchen.“

Viel zu tun: Am Opel Calibra wartet reichlich Arbeit.

„Der Motor lief, das war das einzige“, erzählt der Heinaer. Die Proberunde im Dorf absolvierte er ohne Sitzbank. Dabei war die kleine Honda mit ihren 250 Kubikzentimetern Hubraum und 18 PS laut Tacho nur 13 000 Kilometer gefahren worden. Neben diversen Ersatzteilen, die er übers Internet kaufte und einbaute, war eine Komplett-Entrostung nötig.

„Auf der Sitzbank wuchs schon ein Bäumchen.“

Welche Farbe die einst blaue Honda erhalten sollte, war für Thomas Apel keine Frage: Das Tornadorot von VW sollte es sein, seine Lieblingsfarbe. 2003 hat er es zugelassen und fährt am liebsten auf kurvigen Nebenstraßen. „Die sind ein Traum“, findet er.

3000 Kilometer hat er seitdem zurückgelegt und mit dem Wetter immer Glück gehabt. „Nur einmal ist die Honda nass geworden.“

Seine Frau Bärbel teile das Hobby zwar nicht, habe aber Verständnis, gesteht Apel. Das wird sie auch beim nächsten Projekt haben müssen: Er hat sich einen Opel Calibra zugelegt. So einen Wagen hatte er schon einmal vor der Geburt der Tochter vor 14 Jahren. „Mit Kind war er zu klein“, erzählt der Vater. Nun hat er einen neuen. Doch was heißt „neu“? Baujahr 1990, 178 000 Kilometer auf dem Tacho, keine TÜV-Plakette, dafür reichlich Rost und viele Hinweise auf eine unsachgemäße Behandlung. Dafür hat er aber nur 250 Euro gekostet.

Die Bodengruppe des Sportwagens hat Apel schon geschweißt, Stoßstange, Scheinwerfer und Bremsanlage hinten erneuert. Doch das ist längst nicht alles. Im Sommer nächsten Jahres möchte er jedenfalls mit dem Auto fahren können.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare