Herbstferienaktion: HNA-Wanderung führte in Richtung des Weltkulturerbes

„Heino“ und der Herkules

Rundtour im Glanze des Herkules: Über acht Stationen folgten die 40 Teilnehmer den Spuren des Wassers. Foto: nh

Habichtswald/Kassel. Warum werden die Blätter bunt? Warum ist der Silbersee gar nicht silber sondern grün? Und wo kommt eigentlich das ganze Wasser für die Wasserspiele am Herkules her?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen fanden die rund 40 Teilnehmer bei der HNA-Wanderung entlang des Habichtswaldsteiges am Donnerstag.

Vom Grillplatz Silbersee aus führte Heinz-Jürgen Schmoll vom Forstamt Wolfhagen die Gruppe gemeinsam mit Claudia Thöne von der Arbeitsgemeinschaft Habichtswaldsteig, Jürgen Depenbrock und Annika Hartmann vom Naturparkzentrum Habichtswald und Bürgermeister Thomas Raue in das Reich der Buchen und Senken.

Acht bis zehn Kilometer

Auf einer Strecke von circa acht bis zehn Kilometern entdeckten die Wanderer aus Habichtswald, Zierenberg, Breuna, Wettesingen, Bad Emstal und Naumburg so manch verwunschenen Ort, kaum bekannte Pfade und herrliche Aussichten. Denn: Die Landschaft im Altkreis Wolfhagen hält auch für Einheimische noch viele Überraschungen bereit. Der Weg führte entlang der Wasserwege zur Herkuleshute mit Blick auf den Herkules als Kasseler Symbol der gräflichen Parkanlage. Dort wusste Waldpädagoge Schmoll einiges über das Weltkulturerbe und seine Geheimnisse zu berichten.

So erfuhren die Teilnehmer, dass der Habichtswald zu Füßen des Herkules als wichtiger Regensammler dient und dass seine Quellen und kleinen Bäche kunstvoll geleitet werden, um über Sammelbecken die Wasserkünste zu speisen.

Nach einer kurzen Rast bei strahlendem Sonnenschein und bester Aussicht auf das Wahrzeichen folgte die Gruppe dem Wasser weiter zum Vorwerk Sichelbach ins Quellgebiet der Ahne. Von hier aus ging es zum Sichelbach, der das Wasser für die oberen Kaskaden des Herkules sammelt.

Über ein System der kommunizierenden Röhren ist der Sichelbachsee mit einem See am Herkules verbunden, beide haben immer den gleichen Wasserstand. „Ein altes Graben- und Betonröhrensystem führt dem Sichelbach das Wasser zu“, so Schmoll.

Das Besondere: Die Eisenrohre der Wasserspiele sind 300 Jahre alt, genauso wie ihre Mechanik.

Fundhund „Heino“

Nach diesem kleinen Ausflug in die Geschichte, wartete am Wegesrand noch so manch spannende Naturentdeckungen auf die rund 15 teilnehmenden Kinder der Wanderung. Der eigentliche Star des vierstündigen Ausfluges war unübertroffen Hund „Heino“: Von den Kindern herrenlos im Wald aufgefunden, begleitete er die Gruppe und wurde liebevoll von allen umsorgt, bis nach einigen Telefonaten und Suchaktionen die Besitzer des kleinen Ausreißers ermittelt werden konnten und er sicher heimkehrte.

Zurück am Grillplatz, gab es Stockbrot am Lagerfeuer, heißen Apfelsaft und eine HNA-Trinkflasche, als kleine Erinnerung an den schönen Tag.

Von Melanie Triesch

HNA-Wanderung führte in Richtung des Weltkulturerbes

Quelle: HNA

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