400 Fans genossen das Beste aus der Welt der Musicals

Faszinierten in der Finsternis: Maria Jane Hyde und Mark Polak begeisterten das Publikum mit einem Auszug aus Tanz der Vampire. Foto:  Sommerlade

Wolfhagen. Wohl dem, der am Freitagabend in der Kulturhalle ein Programmheft in den Händen hielt. Bei der Ersten Wolfhager Musical Sommer-Nacht erwies sich die Hochglanzbroschüre nämlich für die 400 Gäste von großem Nutzen.

Nicht nur, weil aus ihr der genaue Programmablauf und viele Informationen zur dreistündigen Show unter dem Motto „Over the Rainbow“ zu entnehmen waren. Vielmehr ließ sich das Heft bei der drückenden, schwülen Hitze in der Kulturhalle auch prima als für wohltuende Kühlung sorgenden Fächer zweckentfremden.

„Sommer, was machst du nur mit uns?“, fragte Heinz-Peter Wölke denn auch gleich zum Auftakt der Show. Der Konzertdirektor verwies damit auf die kurzfristige, witterungsbedingte Änderung des Austragungsorts und ermunterte das Wolfhager Publikum: „Lassen Sie uns nun einfach gemeinsam schwitzen.“ Willkommen in der Sauna.

Heiß wäre der Zuhörerschaft bei dem dargebotenen musikalischen Querschnitt durch neueste Musical-Produktionen und unvergänglichen Klassikern aber wohl ohnehin geworden. Dafür sorgte das vierköpfige Ensemble mit einer ausgefeilten Bühnenshow, perfekt ausgebildeten Stimmen und tollen Kostümen. Im permanenten Bühnennebel und effektvollen Scheinwerferlicht nahmen die vier Musicalstars die Gäste mit auf eine unterhaltsame Reise durch die Welt der Musicals.

Maria Jane Hyde, die erste Pearl des Bochumer Starlight Express, begeisterte nicht nur auf Rollschuhen auf der Kulturhallen-Bühne, sondern auch gemeinsam mit Mark Polak in der totalen Finsternis beim Tanz der Vampire.

Kristin Hölck brillierte indes als Elisabeth mit ihren ebenso stimmgewaltigen wie leidenschaftlichen „Ich gehör nur mir“-Song aus dem gleichnamigen Musical. Rasante Auftritte lieferte auch Nivaldo Allves als Rusty aus dem Starlight Express, als sonnenbebrillter Protagonist des Musicals Grease und als geheimnisvolles Phantom der Oper.

Zur Höchstform lief das von der Rainbow-Band begleitete Ensemble im zweiten Teil der dreistündigen Show auf, als es neben einem Jersey Boys -Medley viele bekannte Melodien des Musical-Altmeisters Andrew Lloyd Webber zu Gehör brachte. Als gegen Ende der Titelsong aus Udo Lindenbergs Musical erklang, erfüllte sich wohl so mancher Zuschauerwunsch. Hinterm Horizont war es offensichtlich ebenso schön wie über dem Regenbogen. Am Ende gab’s dankbaren Applaus.

Von Martina Sommerlade

Quelle: HNA

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