Mal heiter, mal bissig: Mundart-Anekdoten von Dieter Otto

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Doch nochmal ein Buch: Mundartpfarrer Dieter Otto hat lustige, manchmal auch böse Geschichtchen und Anekdoten für ein neues Buch zusammengestellt.

Uttershausen. Es sind vor allem Meiersch, vom Ubba bis zum Hänschen, um die sich die „Bösen Geschichten“ in Pfarrer Ottos neuestem Buch drehen. Auf 80 Seiten erzählt der Mundartpfarrer im Ruhestand aus dem ganz normalen Leben in der niederhessischen Region.

In der Sprache, die er als Kind erlernte und die er bis heute pflegt – einmal wöchentlich auch als Kolumnist der HNA mit dem Friddoochsgemähre. Otto weiß nicht einmal genau, das wievielte Buch es inzwischen ist, das im Gudensberger Wartberg-Verlag erschienen ist. „Ich bin so oft gefragt worden, ob es nicht noch etwas Neues von mir gibt – da konnte ich schließlich nicht länger Nein sagen“, sagt er. Sein Vorrat an heiteren, besinnlichen, manchmal ein wenig bissigen Anekdoten aus dem nordhessischen Landleben scheint unerschöpflich, denn die Texte im neuesten Buch sind alle neu, nichts davon steht in den älteren Bänden. Der frühere Pfarrer, der ab und zu noch als Vertretung im Einsatz ist, betont, dass er keine tiefgründigen Texte schreibt: „Ich gebe nur weiter, was mir andere erzählt haben“, sagt er.

Das solle vor allem unterhalten, die Leute zum Schmunzeln bringen. „Das Leben ist doch sonst schon hart genug“, findet er. Die Reaktionen auf seine Kolumne amüsieren ihn immer wieder: „Einmal kam ein Anruf vom Finanzamt. Da kriegst du erstmal einen Schrecken. Aber der sagte nur, sie hätten Mittagspause und wollten wissen, was eigentlich ein Abarämchen ist!“ Ein kleines Messer, erklärte er. Der Erlös der neuen Bücher, die Dieter Otto anlässlich von Vorträgen, etc. selbst verkauft, geht wieder an die Aktion Advent der HNA. Das Buch gibt es sonst nur im Buchhandel, es kostet 11 Euro.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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