Das Sommercafé in der Alten Schule in Breuna will ein Treffpunkt für alle Bürger sein

Heitere Dienstagsrunde

Frauenrunde: Meistens sind die Frauen beim Sommercafé in der Alten Schule in Breuna unter sich. Dabei würden sie freuen, wenn auch mal der ein oder andere Mann spontan auf ein Stück Kuchen vorbeikäme. Foto: Laumann

breuna. Fuchsien haben es Ursula Schicker und Sophie Deuermeier angetan. Die prachtvollen Fuchsien aus der Nachbarschaft. Während sie noch über die Blumen schwärmen, sind Elke Uloth und Jutta Funkenberg zwei Kaffeetassen weiter schon beim nächsten Thema: den Neuigkeiten aus dem Ort.

Lebhaft ist es vor der Alten Schule in Breuna an diesem Dienstagnachmittag. Kaffeeklatsch-Atmosphäre. So soll’s auch sein, wenn das Sommercafé zu Kaffee und selbst gebackenen Kuchen einlädt.

Überhaupt: Der Kuchen. „Das ist jede Woche die wichtigste Frage“, sagt Elke Uloth. Einmal gab es nur Kekse. „Das ging gar nicht“, sagt Stefanie Gallacher mit einem Lachen.

Gebacken wird reihum. Jeder ist mal dran. Genauer: zweimal während dieses Sommers. Wenn jemand nicht weiß, was er backen soll, ist das auch kein Problem: In der Küche steht ein Waffeleisen. Denn eines soll das Sommercafé nicht sein: eine unangenehme Pflicht. Alles soll so einfach wie möglich sein. Es geht um Spaß. Und den haben die elf Frauen. „Es sind einfach schöne Gespräche. Jeder weiß etwas, trägt etwas bei“, erklärt Elke Uloth. Und Stefanie Gallacher hat schon manch guten Tipp von den Hausfrauen bekommen: „Ich weiß jetzt, wie man Mangold kocht.“

Ein Programm gibt es beim Sommercafé nicht. Jeder Dienstag ist anders. Je nachdem, wer dabei ist. „Es ist eine Pause vom Alltag“, schwärmt Gallacher. Eine Pause, die nach Meinung der Frauen ruhig von mehr Breunaern angenommen werden sollte. Nicht immer sind sie zu elft, oft nur zu siebt. Da sei noch Luft nach oben. Über die Gründe, warum das Café nicht stärker angenommen wird, können die Frauen nur spekulieren. „Vielleicht sitzen alle schon im eigenen Garten“, vermutet Uloth.

Das Café ist eine unverbindliche Einladung. „Man muss auch jedes Mal kommen“, sagen die Frauen. Zugezogene und junge Familien sind eingeladen, einfach auf ein Stück Kuchen vorbeizuschauen, etwa auf dem Weg zum Spielplatz. Übrigens: Diese Einladung gilt auch für Männer.

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

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