Falsches Kaufverhalten: Heizöl-Kunden sitzen auf dem Trockenen

Schwalm-Eder. Eisige Kälte draußen - und bei vielen Menschen offenbar auch in der Wohnung. Von vielen „Trockensitzern“ berichten aktuell jedenfalls Heizöllieferanten im Kreis.

Trockensitzer sind die, deren Öltanks jetzt leer sind, weil die Eigentümer nicht rechtzeitig auf die Anzeige ihres Tank geachtet oder zu lange auf günstigere Preise spekuliert hatten.

Ein Trost: Sie müssen nicht lange in der Kälte sitzen, die Öllager sind - im Gegensatz zum vergangenen langen, harten Winter - voll. „Wir werden täglich beliefert“, sagt Lothar George von Raiffeisen Neukirchen.

Die Nachfrage nach Heizöl sei rege, aber im normalen Bereich für die Jahreszeit. Das bestätigt auch Sascha Vietor von Heizöl Vietor in Borken. Der hatte vor allem zu Beginn der Heizperiode einen Run auf Öl registriert. Ähnlich hat es auch Martina Kerkmann, die Geschäftsführerin von Heizöl Herwig in Felsberg beobachtet: Einen ordentlichen Nachfrageschub hat es in ihrem Betrieb bei Einsetzen der Kälte gegeben. Aber auch jetzt orderten noch viele Kunden Öl.

Bei Heizöl Greiner in Homberg haben die Trockensitzer die Disposition am Montag über den Haufen geworfen. Es gab so viele von ihnen, berichtet Marc Brincker, der für den Verkauf zuständige Mitarbeiter, dass die Tankwagen vorrangig diese Kunden beliefern müssen. (sis)

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Quelle: HNA

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