Blockheizkraftwerk für das Europabad in Treysa rechnet sich binnen sechs Jahren

Heizung mit neuem Herz

Nahmen das Blockheizkraftwerk in Betrieb: von links Projektleiter Christian Seeger, Engin Eroglu, Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker (beide Zweckverband Europabad Schwalmstadt) und Schwimmmeister Frank Richter. Foto: Haaß

Schwalmstadt. Ein neues Blockheizkraftwerk für das Europabad ist offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Damit ist die in zwei Bauabschnitten eingeteilte Erneuerung der Heizungsanlage abgeschlossen und die vom Zweckverband Europabad Schwalmstadt vor drei Jahren initiierten grundlegenden Modernisierungsmaßnahmen im Wesentlichen beendet.

Die im Europabad eingebaute Anlage wird mit Erdgas betrieben und basiert auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

Einmal Energie aufwenden, zweimal profitieren – so lässt sich mit wenigen Worten erklären, was das Prinzip von Kraft-Wärme-Kopplung ausmacht. Wurden Strom und nutzbare Wärme bislang getrennt oder nur begrenzt gemeinsam erzeugt, beziehungsweise von außerhalb bezogen, verbindet das neue Blockheizkraftwerk diese Prozesse.

So soll bei gleichen Klima- und Nutzungsbedingungen im Schwimmbad eine spürbare jährliche Energie- und Kosteneinsparung erreicht werden, hieß es bei der Einweihung

Neben dem wirtschaftlichen Nutzen sei für den Zweckverband auch der Umweltnutzen ausschlaggebend gewesen. Der für den Betrieb der Anlage genutzte Energieträger Gas werde effektiver genutzt, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker. Die Gesamtinvestition beträgt 150 000 Euro, mit 82 000 Euro beansprucht das Blockheizkraftwerk einen Großteil der Kosten.

Den wirtschaftliche Nutzen beziffert der mit der Umsetzung beauftrage Diplom-Ingenieur Christian Seeger mit ungefähr 15 000 Euro pro Jahr. Damit rechne sich das Blockheizkraftwerk innerhalb von sechs Jahren. Seeger hofft durch konsequente Nutzung der Messtechnik durch das Mitarbeiterteam um Schwimmmeister Frank Richter auf einen Gesamtwirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Bei 7000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr belaufe sich die erzeugte Strommenge auf 140 000 Kilowatt (kwh) und die Wärmemenge auf 273 000 kWh.

Ideal für Hallenbäder

Becker ergänzte, dass gerade Hallenbäder prädestiniert seien für Blockheizkraftwerke. Beckenwasser und Duschwasser müssten ganzjährig erwärmt werden. Darüber hinaus könne die im Blockheizkraftwerk entstehende Wärme für die Beheizung der Räume genutzt werden. Gleichzeitig bestehe ein kontinuierlicher Bedarf an elektrischer Energie für die Umwälzpumpe zur Reinigung des Beckenwassers.

Weitere Verbraucher seien Belüftungsanlagen und Beleuchtung. Rund 60 Prozent des benötigten Stroms werden nun mit dem Blockheizkraftwerk selbst produziert. Und sollte im Europabad mal weniger verbraucht werden, kann der überschüssige Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden. (zmh)

Quelle: HNA

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