Vorkonfirmanden engagieren sich ehrenamtlich in Wolfhager Einrichtungen

Helfen ohne Vorurteile

Kinder und Konfirmanden musizieren: Sina Disse (Zweite von rechts) schnupperte in die Ganztags-Betreuung des Kindergartens „Haus der kleinen Füße“ und spielte mit (von links) Kevin Bliferniz, Riana Pauli und Benjamin Fischer. Fotos: Laumann

Wolfhagen. Soziales Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Was es bedeutet, vorbehaltslos zu helfen, vermittelte die Evangelische Kirchengemeinde Wolfhagen ihren Vorkonfirmanden in einem neuen Projekt. An drei Dienstagnachmittagen engagierten sich die 42 Jugendlichen für zwei Stunden in Kindergarten, Sportverein und Co. Praxis statt Konfirmanden-Unterricht. Ehrenamtlich.

„Die Jugendlichen sind in einem Alter, in dem sie ein feines Gespür dafür bekommen, wo Hilfe Not tut“, sagt Pfarrer Hans Jürgen Basteck. Der Diakonieausschuss hatte zusammen mit dem Kinder- und Jugendausschuss die Idee dazu. Die Gemeinde sprach Einrichtungen und Vereine an. „Wir sind auf offene Türen gestoßen“, erklärt Ellen Göbel vom Kinder- und Jugendausschuss. Die Bereitschaft, die Jugendlichen in ihre Angebote hereinschnuppern zu lassen, sei groß gewesen.

Die Jugendlichen unterstützten Einrichtungen außerhalb und innerhalb der Kirchengemeinde. Sie waren etwa beim Kinderturnen, Handball, auf dem Friedhof oder im Ganztags-Angebot des Kindergartens „Haus der kleinen Füße“. Der Kindergarten, für Sina Disse ein Wunschort. „Ich wollte schon immer Erzieherin werden“, sagt die 13-Jährige. Und auch Leiterin Klappert freute sich über den Besuch. „Ich habe von den Kollegen nur Positives gehört.“

Dem schließt sich Dr. Jürgen Römer, Leiter des Regionalmuseums Wolfhager Land an. Jan-Hendrik Ochs und Johannes Matthes unterstützten ihn. „Ich finde die Idee schön. Es ist eine gute Gelegenheit, die Jugendlichen hier zu haben und ernsthaft mit ihnen zu arbeiten“, so Römer. Arbeiten, das bedeute nicht Vitrinen abstauben, sondern das Museum für Jugendliche attraktiver zu machen.

Der Auswertung der Ehrenamts-Aktion steht am Dienstag an: beim Elternabend und beim Konfirmanden-Unterricht. Ihre Erfahrungen halten die Jugendlichen in einer Collage fest. Damit wollen sie die Erlebnisse mit den Mitkonfirmanden teilen.

Eine Neuauflage der Aktion im nächsten Jahr ist möglich. Basteck: „Wir sind grundsätzlich dazu bereit.“

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare