Helle Köpfe wollen die LED-Lichttechnik verbessern

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Fritzlar. Sie sind jung, erfolgreich und nun auch nicht ganz unvermögend, zumindest nicht für ihr jugendliches Alter. Joachim Hebeler (18) aus Römersberg und Julius Wiesemann (18) aus Fritzlar belegten beim Schülerwettbewerb „Erfinde einen Chip“ den zweiten Platz.

Und erhielten dafür ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro.

Jetzt präsentierten die beiden Schüler der Fritzlarer König-Heinrich Schule ihr Konzept beim Kongress des Verbands der Elektrotechnik (VDE) in Stuttgart einem großen Publikum.

Die beiden Jungs aus Neuental und Fritzlar setzten mit ihrer Erfindung auf innovative Technik: Sie soll dazu beitragen, die Beleuchtung mit energiesparender und umweltfreundlicherer LED-Technik noch weiter zu verbreiten. Denn zurzeit ist es aufwendig oder sogar unmöglich, eine LED-Lampe ohne Abstriche im ganzen Haus einzusetzen. Die meisten Leuchten seien noch nicht effizient oder lieferten nicht genug Strom, sagen die beiden Tüftler. Außerdem können LED-Lampen nicht wie eine Glühbirne gedimmt werden. Der neue Mikrochip „Four C“, den die beiden 18-Jährigen entwickelt haben, soll erreichen, dass man die LEDs mit einer Funkverbindung steuern kann – ohne dass Hauseigentümer die Technik finanziell und technisch aufwendig nachrüsten müssen. „Solche automatischen und intelligenten Systeme werden in privaten Haushalten immer wichtiger“, sagen die zwei. Mit ihrer erhellenden Idee setzten sich die beiden Hessen an die Spitze von 2000 Teilnehmern, die am Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Technologieverbands VDE teilnahmen.

Ein Drittel waren übrigens Mädchen, berichtet VDE-Vorstandsvorsitzender Dr. Hans Heinz Zimmer. Der Wettbewerb, der im Frühjahr startete, habe erstaunliche Ergebnisse gebracht: „Die Jungen und Mädchen haben ihre Ideen in einer unglaublich hohen Qualität umgesetzt“, sagt Zimmer.

Das Fritzlarer Team hat nicht nur viel getüftelt, es hat auch jede Menge gelernt: Joachim Hebeler und Julius Wiesemann gehörten zu den Teilnehmern, die an einem dreitägigen Workshop mit Profis an der Leibniz-Universität Hannover teilnehmen durften und viel über modernes Chip-Design lernten.

Die beiden Jungs wissen die wertvolle Erfahrung zu schätzen: „Der Wettbewerb hat uns richtig gut gefallen. Und er hat uns in der Wahl unseres Studienfaches bestärkt.“ Da muss man nicht lange überlegen, welches Fach das denn sein könnte: Elektrotechnik. Was sonst. (bra)

www.invent-a-chip.de

Quelle: HNA

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