Nach einer Legislaturperiode im Landtag er erneut

Helmut von Zech (FDP): Ein unermüdlich Reisender

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Will wieder für die FDP in den Landtag einziehen: Helmut von Zech mit seiner Sheltie-Mixhündin Baffy.

Zierenberg. Helmut von Zech ist ein Reisender: Als Privatmensch und als Politiker. Um sein wichtigstes Ziel, eine bessere Infrastruktur für Nordhessen zu erreichen, ist er auch bereit auf steinigen Wegen zu gehen.

Strategien dafür entwickelt er gern im Zug, mit dem er nach Wiesbaden und zurück fährt. Wenn er dann Richtung Zierenberg unterm Tunnel durch ist und ins Warmetal schaut, „dann mache sich Heimatgefühl breit“, sagt der 58-Jährige. Die privaten Reisen unternimmt der Zierenberger lieber mit dem Wohnmobil, zusammen mit Frau Monika und Mischlingshündin Baffy.

Massentourismus und Badeurlaub reizt das Ehepaar nicht. „Wir fahren da hin, wo die meisten nicht hin wollen.“ So hat er sich immer wieder in osteuropäischen Ländern umgesehen, weit ab von Fünf-Sterne-Campingplätzen. „Über die Jahre ist es spannend zu sehen, wie sich die Länder entwickelt haben“, so von Zech. Er interessiere sich für andere Kulturen und vor allem für die Menschen.

Auch in der Politik ist der Vater von zwei Kindern immer wieder gegen den Strom geschwommen. Zum Beispiel im Zierenberger Stadtparlament. Hier hat er jahrelang als Einzelkämpfer - allerdings immer in Absprache mit seinen Parteifreunden betont er - gegen eine große Mehrheit seinen Standpunkt vertreten. Auch wenn das nicht immer von Erfolg gekrönt war. Aber Helmut von Zech hat einen langen Atem. „Viele meiner Ideen wurden später doch umgesetzt. Man muss halt den Virus in die Köpfe einpflanzen und sich vom Copyright für seine Ideen verabschieden“.

Damit die Region Nordhessen voran komme, sei es wichtig, parteiübergreifend zu arbeiten.

„Wir brauchen schnelles Internet und die Autobahn.“ Nur so könne man den jungen Leuten in Nordhessen eine Zukunftsperspektive bieten. Der Nachwuchs bleibe nur da, wenn man qualifizierte Arbeitsplätze bieten könne. Es dürfe nicht sein, das beispielsweise der Werra-Meißner-Kreis verkehrstechnisch völlig abgeschnitten sei.

In der letzten Legislaturperiode hat sich der Direktor der Commerzbankfililale Warburg (derzeit ruht sein Arbeitsverhältnis aufgrund des politischen Engagements) vor allem beim Kinderfördergesetz und im Bereich Sportpolitik und Verbraucherschutz stark gemacht. Diese Aufgaben habe er in seiner Fraktion übernommen.

Ob Helmut von Zechs aktuelle Reise wieder in den Wiesbadener Landtag führen wird, steht noch nicht fest. Aber auch wenn es nicht dazu kommt: Der Zierenberger wird weiterhin unermüdlich unterwegs sein.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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