Statue für der Homberger Künstler Hans-Joachim Bauer in dessen Lieblingskneipe

Hemingway lässt grüßen

Skulptur an Bauers Stammplatz: Die Gaststätte auf der Hohenburg ist für den Landart-Künstler Hans-Joachim Bauer ein Ort der Inspiration. Deshalb modellierte Ewald Rumpf dort eine Figur des nachdenkenden Künstlers. Foto: Thiery

Homberg. Ernest Hemingway und Kuba gehören zusammen – ebenso wie der Landart- Künstler Hans-Joachim Bauer und Homberg. Während eine große Büste des weltberühmten Schriftstellers in dessen Stammbar in Havanna an den Künstler erinnert, soll nun bald auch eine kleine Statue von Bauer in dessen Lieblingskneipe in Homberg auf der Hohenburg zeigen, dass die Burg für Bauer ein Ort der Inspiration ist.

Die Idee dazu kam Bauer bei einem Besuch auf Kuba, den er in Havanna verbrachte. Er besuchte bei dieser Gelegenheit die Bar „El Floridita“ und erzählte von der beeindruckenden Statue Hemingways. An dessen damaligem Stammplatz befindet sich heute eine Büste, die an den Schriftsteller erinnert. Er saß dort mit Filmstars wie Gary Cooper und Spencer Tracy.

„Ich hinterlasse meine künstlerischen Spuren auf der ganzen Welt.“

Hans-Joachim Bauer

Burgberg-Wirtin Andrea Fischer schlug vor, dass auch Bauer an seinem Stammplatz eine Büste erhalten sollte. Ewald Rumpf aus Knüllwald, Künstlerkollege und Freund Bauers, sollte die Idee realisieren. Er modellierte die Statue in der Gaststätte. Die Besucher staunten nicht schlecht über das ungewöhnliche Gastspiel der beiden Männer.

Die Figur ist etwa 30 Zentimeter hoch und zeigt einen nachdenklichen Bauer in sitzender Haltung. Sie soll demnächst gebrannt werden und dann einen Ehrenplatz auf dem Sims neben Bauers Stammplatz erhalten. Bauer arbeitet zurzeit parallel an verschieden Projekten. Sein Kubabesuch inspirierte ihn, in Havanna ein Feld über die Revolution anzulegen. Der Name stehe schon fest: Die Kraft des Wollens oder auf spanisch „La Fuerza del Poder“. Das Projekt handelt von der Revolution und dem Sturz des kubanischen Diktators Batista.

Das Feld soll etwa 6000 Quadratmeter groß werden. „Es gibt einen Entwurf, aber die Umsetzung ist wegen der politischen Verhältnisse schwierig“, sagte Bauer. Man dürfe in Kuba Urlaub machen, aber mit dem Arbeiten sei es ein Problem. Demnächst fährt Bauer aber erst einmal nach Marrakesch, um an einem Projekt zu arbeiten, mit dem die globale Finanzwelt kritisiert werden soll. „Ich hinterlasse meine künstlerischen Spuren auf der ganzen Welt“, sagt Bauer.

Und so manche Idee entstehe auf dem Burgberg. Rumpf arbeitet hingegen weiter an seinen Figuren. Er reist dafür zwischen Tschechien, Italien, Schweden und Nordhessen umher. (zty)

Quelle: HNA

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