Wie man die Freizeit auch ohne Computer gestalten kann, lernten Ursulinenschüler

Die Henne und das Ei

Wie kommt das Küken in das Ei? Diese Frage können (von links) Nele Theis, Carolin Sonnenschein, Muriel Seibt von der Ursulinenschule jetzt beantworten. Denn sie lernten von Alfons Bischof vom Geflügelzuchtverein Fritzlar viel über die Tiere. Fotos: privat

Fritzlar. Ob nun das Ei oder die Henne zuerst da war, das wissen auch die Fritzlarer Ursulinenschüler nicht. Was sie jetzt aber ganz sicher wissen ist, wie man die Freizeit auch ohne am Computer zu sitzen sinnvoll nutzen kann.

Das lernten 17 Schüler jetzt im Unterricht nach dem eigentlichen Unterricht. Dabei erfahren sie zurzeit viel über Haustiere. Die Gestaltung der Freizeit ist nun fester Bestandteil des Schulkonzepts. Denn an der Schule soll längst nicht nur Wissen nach dem Lehrplan vermittelt werden. Daher setzt man auch auf die Zusammenarbeit mit Vereinen.

Auch der Geflügelzuchtverein Fritzlar macht dabei mit, Vereinsmitglieder unterrichten die Kinder in Sachen Tierhaltung. So wissen die Schüler jetzt, wie ein Ei aufgebaut ist, dass sie am Stempel darauf erkennen können, ob es aus der Freiland- oder der Bodenhaltung stammt.

Beim Schlüpfen zugesehen

Außerdem haben sie Küken beim Schlüpfen zusehen können, denn im Klassenraum wurde ein Schaubrüter aufgestellt. Dort hinein legten die Schüler Eier und waren ab sofort für deren Entwicklung zuständig.

Sie wendeten und lüfteten die Eier, achteten auf die richtige Luftfeuchtigkeit in dem Brutkasten. Mit der Schierlampe – einer speziellen Lampe, mit der man Eier durchleuchten kann – verfolgten sie die Entwicklung der Küken im Ei. Und mit großer Spannung fieberten sie dem 21. Tag entgegen – dem Tag, an dem die Küken sich langsam aus der Schale picken. Die Tiere wurden unter einer Wärmelampe getrocknet, dann durften die Schüler sie in die Hand nehmen.

Abschied war oft nicht nötig

Beim Umgang mit den Küken wurden selbst die wildesten Kinder ganz vorsichtig und kuschelten mit ihnen. Schnell hatte jedes Kind sein Lieblingsküken. Letztlich mussten sich nicht alle Kinder von den Tieren verabschieden. Einige Väter hatten kleine Ställe mit Auslauf gebaut und so bekamen viele der Küken eine neue Heimat.

Einen Einblick in die Praxis der Geflügel- und Kaninchenzucht gab es zudem beim besuch einer Zuchtanlage.

Bei dem Kurs geht es aber nicht nur um Hühner, sondern auch um Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen und andere Tiere. So standen beim Besuch einer Hundeschule verschiedene Hunderassen im Fokus.

Eine Züchterin von Meerschweinchen und ein Geflügelzüchter kamen in die Schule und stellten die Besonderheiten der Tiere vor. Und beim Besuch im Zoofachgeschäft waren exotische Tiere wie Vogelspinnen, Leguan und Würgeschlange interessant. Auch ein Tierarzt empfing die Pennäler in seiner Praxis. (may)

Quelle: HNA

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