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Henner Schmidtkunz aus Kirchhof: 80 Jahre und 21 Ehrenämter

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Liebt seine Heimat Kirchhof: Heinrich (Henner) Schmidtkunz feiert heute seinen 80. Geburtstag. Über seine Heimatgemeinde hinaus hat er sich auf Kreisebene seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagiert.

Kirchhof. Rechnet man all seine Ehrenämter zusammen, kommt man auf die Zahl 21. Wie viele Jahre Ehrenamt das sind, weiß Heinrich Schmidtkunz nicht. "Wahrscheinlich viele hundert Jahre", schmunzelt er.

Heute feiert der ehemalige Kreisjugendwart der Hessischen Landjugend seinen 80. Geburtstag. Bei der Hegegemeinschaft Unteres Fuldatal und bei den Landsenioren ist er heute noch Kassierer.

Ein Leben für das Ehrenamt so lässt sich das Wirken des Landwirts zusammenfassen. Jüngeren Menschen war er stets ein Vorbild. "Ohne die Mithilfe meiner Frau wäre das nicht möglich gewesen", sagt er voller Dankbarkeit.

Die Familie Schmidtkunz ist seit vielen Jahrhunderten in Kirchhof ansässig. Heinrich, den alle Henner nennen, bewirtschaftete den Bauernhof seiner Vorfahren von 1967 bis 2003. Heute ist das Land verpachtet. Schmidtkunz war Mitbegründer und Vorsitzender des Maschinenrings und Bodenverbandes Schwalm-Eder. 31 Jahre lang gehörte er dem Gebietsagrarausschuss an, war Jahrzehnte Vorstandsmitglied der Viehverwertung, der Tierversicherung und des Kreisbauernverbandes Melsungen. Auch beim Reiterverein Melsungen, bei den Jagdgenossen, im Verein ehemaliger Landwirtschaftsschüler und im Gesangverein engagierte er sich.

Der CDU-Mann saß 15 Jahre im Kreistag, vier Jahre im Kreisausschuss, war 32 Jahre Stadtverordneter, acht Jahre Gemeindevertreter seiner Heimatgemeinde, der er auch 20 Jahre lang als Ortsbrandmeister diente.

Das Bundesverdienstkreuz am Bande, der Ehrenbrief des Landes Hessen sowie die Ehrenplaketten des Schwalm-Eder-Kreises und der Stadt Melsungen sind Zeichen der Anerkennung.

"Es hat sich so ergeben", sagt er heute zu den vielen Ehrenämtern. Als die Handball-Frauen der SG 09 Kirchhof 1967 in die Bundesliga aufstiegen, war Schmidtkunz Initiator zur Gründung eines Arbeitskreises, der den Damenhandball förderte und mit zum Erfolg bis heute führte. Seine heute 44 Jahre alte Tochter spielte in Ostheim und Baunatal Handball. Er selbst war in seiner Jugend begeisterter Handballer und Leichtathlet. Heute noch versäumt er kein Heimspiel der Kirchhöfer Frauen in der 2. Bundesliga und kein Heimspiel des Teams von Gensungen/Felsberg, das elf Jahre lang in der zweithöchsten Klasse spielte.

Beim Mittwochabendkegelklub hält sich Schmidtkunz noch fit. Zum 80. hat er nur einen Wunsch: "Gesund bleiben."

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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