Echt und wahrhaftig

22. Hephata-Festtage: Mehr als 1200 Menschen kamen zum Konzert mit „Glasperlenspiel“

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Glasperlenspiel.

Treysa. Mehr als 1200 Menschen strömten am Freitagabend auf das Gelände des Diakonizentrums Hephata in Treysa: Zu hören gab es am Vorabend der Eröffnung der 22. Hephata-Festtage nämlich handgemachte Schlager- und Popmusik. Höhepunkt des Abends war das Benefiz-Popkonzert mit der Band „Glasperlenspiel“.

Eröffnet wurde der Abend von einer Band der Hephata-Diakonie, den „Jukas“. Die Combo aus Mitarbeitern und Menschen mit Behinderungen steht seit 25 Jahren regelmäßig auf der Bühne.

Inklusiven Elektro-Pop lieferte im Anschluss die Band „Station 17“ aus Hamburg, die seit 1988 in Zusammenarbeit mit Produzenten bereits acht Alben auf den Markt gebracht hat. Mit einer tanzbaren Mischung aus satten Synthesizer-Klängen heizten sie den Gästen ordentlich ein.

Um Punkt 21 Uhr brachten die Bässe das Zelt zum Beben. Und das sollte mehr als eine Stunde genauso bleiben. Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg – besser bekannt als „Glasperlenspiel“ - boten mit ihren Bandmitgliedern Bene Neuner, Markus Vieweg und Nico Schliemann fesselnden Elektro-Pop. Das im vorderen Drittel überwiegend junge Publikum kannte jeden Song der Newcomer, die beim Bundesvision Song Contest 2011 Baden-Württemberg vertraten. Dass für den Bandnamen ausgerechnet Hermann Hesses gleichnamiger Roman Pate stand, erstaunt. Die Botschaft des Romans trifft jedoch auf die Musik von „Glasperlenspiel“ ebenso zu: Die Musiker blieben sich treu, belegten den Synthesizer-Pop mit teils autobiografischen Texten.

Bei den Titeln “Ich bin ich“ und „Freundschaft“ sangen Carolin und Daniel über die Unzumutbarkeit des Oberflächlichen, Authentizität und Selbstverwirklichung. Und ermutigten das Publikum zum genauer Hinsehen: Im Gepäck die aktuelle Single, aber auch Songs wie „Nie vergessen“ oder „Risiko“.

Immer wieder sang das Publikum laut mit, den Spaß an der Inszenierung merkte man der quirligen Sängerin, die irgendwann aus den Plateau-Pumps in Turnschuhe umstieg, deutlich an. Aber auch die Jungs bearbeiteten die Instrumente, dass es vor den Lautsprecher-Boxen so manchem den Atem verschlug.

Hephata-Festtage:  Konzert mit „Glasperlenspiel“

Echt, wahr und wahrhaftig – das wollen „Glasperlenspiel“ sein. Und das ist den Musikern am Freitag in Hephata zweifelsfrei gelungen. Nach dem Konzert gab die Band noch geduldig Autogramme. (zsr)

Quelle: HNA

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