Hephata-Sportler bei den Special Olympics in Marburg: Immer ein Gewinn

Schwimmerinnen: Jördis Grunwald und Carina Jäger (Betreuerinnen), Nicole Gieß und Johanna Stumpf aus dem WfbM-Team Hephatas nehmen an den Special Olympics teil.

In dieser Woche finden die Landesspiele der Special Olympics in Marburg statt. Hephata ist mit 24 Sportlern dabei.

„Ich gewinne, egal ob ich Letzter, Zweiter oder Erster bin!“ Die Hymne von Special Olympics schallte durch das Georg-Gaßmann-Stadion in Marburg. 1500 Menschen erheben sich von den Sitzen, darunter 600 Sportler, 200 Trainer und Betreuer sowie 350 freiwillige Helfer. Die Fahne wird gehisst, wenig später das Feuer entzündet, die Hessischen Landesspiele sind eröffnet. Am ersten Tag finden die Klassifizierungswettkämpfe statt.

„Ich bin immer wieder bewegt, von der Stimmung, der Atmosphäre. Wenn Du den Sportlern ins Gesicht siehst, weißt Du, dass das einfach wichtig ist“, sagt Patricia Odriozola. Die Sportkoordinatorin der Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) ist mit elf Sportlern mit Behinderungen dabei.

Hinzu kommen für die Unified-Wettkämpfe, in denen Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen antreten, ein Schüler der Hermann-Schuchard-Schule Hephatas, ein Klient der Sozialen Rehabilitation Hephatas, zwei Fünftklässlerinnen sowie zwei ehemalige Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres bei Hephata. Außerdem auch sechs Betreuer, vier davon ehrenamtlich. Das Team der WfbM tritt in den Sportarten Leichtathletik, Kanu und Schwimmen an.

Beim Schwimmen ebenfalls dabei ist auch ein Team der Hermann-Schuchard-Schule Hephatas (HSS). Sieben Schwimmer im Alter von zwölf bis 17 Jahren, die einmal in der Woche in der Schwimm-AG der Förderschule trainieren, gehen in Marburg an den Start.

Mit zwei Achtklässlern

Erstmals kommen zwei Achtklässler der Melanchthon-Schule-Steinatal zum Schwimm-Team der HSS noch dazu. Sie schwimmen mit zwei Schülern der Förderschule in der Unified-Staffel.

„Wann sind wir dran?“ Melanie Well (32), wird als Leichtathletin auf der 400-Meter- und der 1500-Meter-Distanz sowie mit der Unified-Staffel laufen. Vor zwei Jahren, bei den ersten Hessischen Landesspielen von Special Olympics in Marburg, war sie noch als Zuschauerin dabei. „Mich hat das so fasziniert, dass ich danach mit dem Laufen angefangen habe“, sagt die 32-Jährige. Sie besucht die WfbM-Laufgruppe, trainiert zweimal in der Woche. „Ich bin ehrgeizig, ich will heute alles geben, was ich geben kann.“

Das haben sich auch Laura Meder und Kristin Keller (beide 10) vorgenommen. Die beiden Fünftklässlerinnen sind die Unified-Partnerinnen bei der viermal 400-Meter-Staffel. Kristins Mutter ist Hephata-Mitarbeiterin und erfuhr von der geplanten Unified-Staffel, so kamen Kristin und ihre Freundin Laura zur Laufgruppe der WfbM dazu.

„Ich war noch nie bei einem so großen Wettkampf“, sagt Kristin. Was hat sie sich vorgenommen: „Ich hoffe, dass wir die Qualifikation für Kiel im nächsten Jahr schaffen.“ Denn in Kiel finden die Deutschen Meisterschaften von Special Olympics statt.

Quelle: HNA

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