Der Herausforderer: Dietmar Schaub will ins Rathaus von Bad Zwesten einziehen

Bad Zwesten. Als Bürgermeisterkandidat in Bad Zwesten anzutreten, war kein einsamer Entschluss von Dietmar Schaub. Nein, zunächst wägte der 48-Jährige den Schritt mit Ehefrau Helga ab, dann wurden die beiden Kinder eingebunden.

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Und für die 18-jährige Nadine und den 16-jährigen Daniel war schnell klar: "Papa soll antreten, wir unterstützen ihn." So machten sich die Schaubs aus Riebelsdorf auf, Bad Zwesten zu erkunden. "Wenn Dietmar die Wahl gewinnt, werden wir dort hinziehen", sagt Ehefrau Helga. "Das ist überhaupt keine Frage", pflichtet ihr Mann bei.

Seit den ersten Kontakten habe er schon zahlreiche Verbindungen in der Kurgemeinde geknüpft, sagt Schaub. Keine Überraschung für seine Familie. "Papa ist offen, ehrlich und nett", beschreibt Nadine ihren Vater, und Bruder Daniel fügt hinzu: "Ein Choleriker ist er nicht, ganz im Gegenteil. Er ist ruhig und ausgeglichen." Ein richtiger Familienmensch, sagt Ehefrau Helga. Doch leider mangele es im Augenblick wegen des politischen Engagements etwas an Zeit für die Familie.

Wie in seiner Familie will er als Bürgermeister für die Menschen da sein, will mit allen reden und vor allem: "Ich möchte die Leute zusammenführen." Dabei gehe es nicht um Parteipolitik, sondern um die beste Idee, gleichgültig von welcher Seite sie auch komme. Das habe er bei seiner Arbeit als Büroleiter in Schrecksbach gelernt. Dort sei auch die Tür zu seinem Büro immer offen. Das wolle er als Bürgermeister genauso handhaben. "Es darf nichts Besonderes sein, zum Bürgermeister zu gehen."

Das baue Berührungsängste ab und sorge dafür, den Kontakt zu den Menschen zu halten. Das mache er auch als Ortsvorsteher von Riebelsdorf nicht anders. Denn um neue Ideen umzusetzen, sei es wichtig, die Menschen zu begeistern und mitzunehmen. Dann stelle sich der Erfolg fast von alleine ein, sagt er. Deshalb tourt der Herausforderer durch Bad Zwesten, tingelt von Tür zu Tür, um sich in der Kurgemeinde bekannt zu machen.

Da bleibt wenig Zeit für das Vereinsleben in seiner 840 Seelen zählenden Heimatgemeinde Riebelsdorf, die Gartenarbeit und das Ehrenamt, das Schaub zu seinen Hobbys zählt. Auch das Fahrrad bleibt in Zeiten des Wahlkampfs in der Garage. Ganz zu schweigen von Arbeiten im Wald, wo er beim Holzeinschlag einen gewissen Ausgleich zum Alltag findet. Rückhalt und Unterstützung findet er in seiner Familie. Denn die sagt: "Wir finden es gut, dass Papa etwas Neues versucht und als Kandidat antritt."

Von Rainer Schmitt

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Quelle: HNA

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